Solaranlage Wohnmobil

Wenn du mit deinem Reisemobil unterwegs bist, sucht du Erholung, Abenteuer und Freiheit. Eine Solaranlage auf dem Wohnmobil erhöht deine Freiheitsgrade und ermöglicht längere Standzeiten abseits von der Zivilisation und Ausflüge abseits der ausgetretenen Wege.

Viele Camper entscheiden sich daher für eine Solaranlage im Wohnmobil. Auf den folgenden Seiten findest du die Grundlagen, Tipps & Tricks und viel weiteres Wissen rund um den Ausbau deines Wohnwagens mit Solarpanels. Hier findest du jetzt einen ersten Überblick zum Thema: Solaranlage Wohnmobil

Solaranlage Wohnmobil

Solaranlagen Set Reisemobil
Solaranlage auf Reisemobil

Ein Wohnmobil ist bereits mit einer Basis-Stromversorgung vom Hersteller ausgestattet. Es existieren eine Starterbatterie und eine Bordbatterie. Die Starterbatterie und Bordbatterie werden während der Fahrt über die Lichtmaschine geladen. Steht der Wohnmobil-Motor still, wird meist über ein Relais die Starterbatterie von der Bordbatterie getrennt. Damit wird garantiert, dass die Starterbatterie nicht entladen wird.

Warum benötige ich eine Solaranlage fürs Wohnmobil?

Solange du mit deinem Wohnmobil jeden Tag Strecke fährst und abends nur kurz die Wasserpumpe und ein paar Stunden Licht benötigst, kommst du mit der Kombination Bordbatterie und Lichtmaschine gut aus. Du musst dir keine Solaranlage für das Wohnmobil kaufen. Denn deine Lichtmaschine kann deine Bordbatterie während der Fahrt nachladen.

Wenn du einen schönen Stellplatz für dich entdeckt hast und mehrere Tage dort gemütlich verbringen willst, hilft dir eine Solaranlage deine Bordbatterie zu laden. Ohne Bordbatterie fängt nach 1-2 Tagen meist die Ladeanzeige der Batterie zu blinken an und du musst notgedrungen auf deine Stromverbraucher verzichten. Wenn erstmal die Wasserpumpe den Wasserhahn und das Klo nicht mehr speist und der 12V Fernseher nicht mehr funktioniert, dann wächst der Wunsch an einer besseren Energieversorgung.

Nun kannst du z.B. eine größere oder eine zweite Bordbatterie einbauen oder dir einen kleinen Stromgenerator oder sogar eine Brennstoffzelle einbauen. Alle diese Lösungen sind nur selten optimal. Eine zweite oder größere Bordbatterie bietet dir zwar 2-3 Tage mehr Unabhängigkeit, aber du musst 10-20 Stunden fahren, um die Batterien wieder über die Lichtmaschine richtig voll zu laden oder einen Netzanschluss für dein 230V Ladegerät suchen. Ein Stromgenerator hat viel Ladeleistung – ist aber laut, stinkt und benötigt Benzin oder Diesel. Und eine Brennstoffzelle ist zwar modern und innovativ – hat aber eine kurze Lebensdauer, ist sehr teuer, benötigt Brennstoff und ist dazu vom Wirkungsgrad nicht sehr effizient.

Daher lohnt sich der Blick auf eine Wohnmobil Solaranlage. Um eine lange Standzeit zu erreichen, ist es sinnvoll, die Bordbatterie mit einer Solaranlage tagsüber zu laden. Die Preise für solche Wohnmobil Solaranlagen sind in den letzten Jahren deutlich gefallen und du nutzt eine umweltfreundliche und bewährte Technik. So ist es möglich lange Zeit ohne Stromanschluss oder Motorbetrieb an einem schönen Stellplatz zu verweilen und sich autark mit umweltfreundlicher Sonnenenergie zu versorgen.

aktuelle Wohnmobil Solaranlagen

Eine Solaranlage versorgt also das Wohnmobil mit zusätzlicher Sonnenenergie und speichert diese in der Solarbatterie zwischen. Ein Laderegler schützt das System vor Beschädigungen durch Über- und Unterladung der Solarbatterie. Deine Solaranlage wirst du in das bestehende Bordnetz einfach integrieren.

Je nach der Dimensionierung der Solaranlage kann sie deinen Strombedarf ganz oder teilweise decken. Ein wesentliches Problem mit einer Wohnmobil Solaranlage ist allerdings, das du etwas von den Launen des Wetters abhängig bist und im Winter mit keine nennenswerten Erträge zu rechnen ist. Trotzdem reicht den meisten Campern eine Solaranlage völlig aus und macht zudem noch Spaß.

An Grenzen kommst du mit einer Solaranlage, wenn du große Verbraucher wie Klimaanlagen, Warmwasserboiler oder Elektroheizgeräte betreiben möchtest. Einen effizienten Kompressorkühlschrank kannst du mit einer Solaranlage allerdings gut betreiben.

 

Solaranlage mit anderen Energiequellen kombinieren

Du kannst eine Solaranlage gut mit anderen Stromerzeugern, wie einer Brennstoffzelle, eine Netz-Ladegerät oder einen Stromgenerator kombinieren. Deine Wohnmobil Solaranlage funktioniert parallel zu anderen Stromquellen.

Eine spezielle Solarbatterie besitzt eine lange Lebensdauer. Wenn du eine Solaranlage neu im Wohnwagen einbaust, kannst du deine Bordbatterie erstmal weiterverwenden. Der Laderegler kann auf verschiedene Batterietypen eingestellt werden. Sobald deine Bordbatterie erneuert werden muss, kannst du auf eine Solarbatterie umsteigen.

Größe der Wohnmobil Solaranlage

SolarsetFür einfache Anwendungen mit ein paar Stunden Licht (12V Energiesparlampen), Wasserpumpe und etwas Heizgebläse oder 12V Fernsehen reicht vielen Campern eine 75 Watt Solaranlage mit ca 100 Ah Bordbatterie. Kommt ein Kompressorkühlschrank hinzu, sollten es etwa 150 W mit ca. 200 Ah Batterie sein. Bei einer größeren Solaranlage sollte also auch die Bordbatterie mitwachsen, um den größeren Solarertrag auch effektiv zwischenzuspeichern. Denn bei einer vollen Batterie, wird die Solarenergie vom Laderegler abgeregelt, um die Batterie vor Überladung zu schützen.

Hier findest du einen Link zu aktuellen Solaranlagen*, die auf Amazon angeboten werden. Dort kannst du dich bzgl. der aktuellen Preise sehr gut informieren.

Um zu wissen, welche Solaranlage du genau benötigst findest du hier viele weitere Infos zu Dimensionierung und Auswahl der richtigen Solaranlage, aber auch zu 12V Fernseher, 12V Kaffeemaschine oder Komponenten wie Solarpanel, Solarbatterie und Laderegler.

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Wie funktioniert eine Solar Inselanlage?

Solar-Inselanlagen sind autarke Energieversorgungssysteme und erzeugen, verteilen und speichern Sonnenenergie. Wenn du dich abseits der öffentlichen Energieversorgung in Wohnmobilen, Bergen, Gärten oder anderen abgelegenen Plätzen aufhältst und nicht auf den Komfort einer Stromversorgung verzichten möchtest, brauchst du ein Solar-Inselanlage. Viele unterschiedliche große und kleine Varianten solcher autarken Solaranlagen ermöglichen dir den Betrieb von Elektrogeräten für Beleuchtung, Kühlung, Musik oder Unterhaltung fern eines öffentlichen Stromanschlusses.

Inselanlagen finden sich in vielen Bereichen wie  z.B. in einer Kleingartenhütte, einem Hausboot oder einem Wohnwagen und bestehen immer aus Solarmodul, Laderegler, Solarbatterie, den jeweiligen Verbraucher und eventuell einem Spannungswandler. Das Solarmodul erzeugt kostenfreie Energie und speichert diese in der Solarbatterie. Der Laderegler überwacht den Ladevorgang der Batterie. Ein Spannungswandler wandelt den 12V Gleichstrom in einen Wechselstrom für alle deine 230V Verbraucher um.

Hier findest du ein paar Beispiele für autarke Solaranlagen.

Hier findest du eine aktuelle Übersicht an preisgünstigen Solarinselanlagen für Wohnmobil, Gartenhaus oder Hobby*.

Solar Inselanlage für ein Gartenhaus

Ein Solarset oder eine Mini Solaranlage für ein Gartenhaus ist für die Gleichstromversorgung kleiner Verbraucher wie LED-Lampen, 12V Kühlschränke, Radios oder 12V Fernseher geeignet. Je nach benötigter Leistung werden Solarpanele von ca. 50-400 Wp auf dem Gartenhausdach installiert. Ein solches Solarsystem muss gut ausgelegt sein, damit es jederzeit zufriedenstellend funktioniert. Die Solarbatterie sollte ausreichend groß sein, um 2 bis 3 Tage der Strombedarf zu decken. Wenn die Stromversorgung ganzjährig erfolgen soll, muss die Solaranlage auch in dunklen Jahreszeit funktionieren. Dann sollte das Solarmodul und der Akku wesentlich (bis zu Faktor 10) größer dimensioniert werden.

Solar Inselanlage für ein Wohnmobil

Eine Wohnmobil-Solaranlage versorgt die Camper mit ausreichend Sonnenstrom und ermöglicht längere Standzeiten in der Natur und abseits der Campingplätze. Die Solaranlage lädt die Bordbatterie zuverlässig mit kostenlosen und umweltfreundlichen Sonnenstrom auf und erhöht den Wohnkomfort im Wohnwagen erheblich. In Wohnmobilen werden meistens zyklenfeste AGM Batterien eingesetzt. Diese sollten nicht überladen werden, da sonst der Elektrolyt verdampft. Dieser kann bei diesem hermetisch verschlossenen Batterietyp nicht nachgefüllt werden. Daher setze z.B. am besten einen hochwertigen Laderegler wie z.B. den Steca PR 1010 ein. Dieser besitzt eine gute Ladekurveanpassung je nach Temperatur und Batteriealter. Der Batterietyp, es gibt Gelbatterien, AGM Batterien und Nassbatterien, muss im Laderegler eingestellt werden. Dann stimmen die Ladekurven mit den Anforderungen der Batteriezellen und der Solarakku hält lange.

Hier findest du eine aktuelle Übersicht an preisgünstigen Solarinselanlagen für Wohnmobil, Gartenhaus oder Hobby*.

Schaltbild einer Inselanlage

Solarinselsystem, 12V Solaranlage

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12 Tipps zum Kauf eines Solarladereglers

Ein Solarladeregler steuert deine autarke Solar-Inselanlage und verhindert eine Überladung sowie eine Tiefentladung deiner Solarbatterie. Weiterhin kann ein Laderegler auf verschiedene Batterietypen bzw. Ladekennlinien eingestellt werden und versorgt deinen Akkumulator zu jeder Zeit mit der passenden Ladespannung. Das hilft den Solarakku schneller voll zu laden, vermeidet eine Überladung bei einer AGM Batterie oder Gelbatterie und sorgt so für eine bessere Batterielebensdauer.

Der Ladezustand einer Batterie ist nicht ganz exakt an seiner Spannung bestimmbar, da die nutzbare Kapazität einer Batterie von weiteren Parametern wie dem Entladestrom, der Entladezeit, der Temperatur und dem Alterungszustand abhängt. Fast jeder Solarregler erfasst die Temperatur über einen Temperaturfühler und passt die Ladekurve an die aktuelle Temperatur an. Bessere 12V Laderegler haben einen externen Temperatursensor mit 2-3 m Kabel. So kann der Sensor direkt an der Batterie messen. Einfachere solar Laderegler haben den Temperatursensor im Gehäuse integriert und messen dort die Temperatur. Ausgereifte Solarregler besitzen zusätzlich einen Mikroprozessor und berechnen z.B. über das Amperestundenbilanzierungsverfahren den Ladezustand der Batterie aus. Hierbei werden während dem Betrieb der Solaranlage alle Amperestunden, die in die Batterie geladen und entladen werden, erfasst. Ein Programm errechnet über ein Batteriemodell den Alterungszustand der Batterie und passt entsprechend die Ladekurven an. Die Laderegler von Steca besitzen z.B. dieses Amperestundenbilanzierungsverfahren.

Laderegler Typen

Es existieren drei Laderegler-Technologien. Der Serienladeregler ist veraltet. Nur die PWM Regler und MPPT Regler sind Stand der Technik und sinnvoll einzusetzen.

Serienladeregler

Dieser einfache Solarregler schaltet bei Erreichen eines eingestellten Spannungswertes das Solarmodul in den Leerlauf und schützt somit die Solarbatterie vor Überladung. Der Regler hat einen hohen Eigenstrombedarf und ist daher nicht zu empfehlen. Dieser einfache Regler kann keine Ladekurven abfahren, sondern agiert als simpler Schwellwertschalter der an einem Spannungspunkt die Batterie vom Solarmodul trennt. Daher kann er eine Solarbatterie nicht optimal laden und wir raten von diesem Solarregler ab.

Shuntregler oder PWM Regler

Laderegler StecaDer pulsweitenmodulierte (PWM)* Solarregler schließt bei voller Batterie das Solarmodul kurz und verhindert damit die Überladung des Solarakkus. Durch das PWM-Verfahren kann der Regler den Strom regulieren und somit Ladekurven abfahren. Der PWM Solarregler ist Marktstandard und wird weltweit erfolgreich in Solarinselanlagen eingesetzt. Den PWM Laderegler gibt es in verschiedenen Qualitäten und Leistungsgrößen. Übliche Laderegler-Größen bei 12V sind 10 A (120W), 20 A (240W) und 30 A (360W). Die meisten PWM Laderegler arbeiten mit 12V oder 24 Volt Solaranlagen. Dieser Laderegler eignet sich für jede autarke 12V Solaranlage auf dem Wohnmobil, im Gartenhaus oder im Boot.

MPPT Laderegler

mpptDer MMPT Regler* passt sein Ladeverhalten auf den optimalen Leistungspunkt des Solarpanels an und bringt je nach Ausrichtung und Wetter 5-30% mehr Ertrag gegenüber einem PWM Laderegler. Ein Alleinstellungsmerkmal des MMPT Reglers ist, das er hohe Eingangsspannungen verträgt und du daher konventionelle Solarmodule mit höheren Nennspannungen für dein 12 V Inselsystem verwenden kannst. Daher macht ein MMPT Regler vor allen für Inselsysteme ab ca. 400 W Solarleistung Sinn. Die konventionellen Solarmodule sind oft pro Watt etwas günstiger zu kaufen als die 12V Solarmodule. Allerdings sind die MPPT Regler aber wesentlich teuer als die normalen Laderegler und heben damit den Kostenvorteil beim Solarmodul wieder aus.

Wichtige Kennwerte Laderegler

Die wichtigsten Kennwerte eines Ladereglers sind der maximale Modulstrom, die maximale Eingangsspannung des Solarmoduls und die Gesamtleistung des Ladereglers bei 12 oder 24V. Diese Grenzwerte dürfen im System nicht überschritten werden.

Der maximale Solarmodulstrom im Arbeitspunkt (Impp) ist auf der Rückseite deines Solarpanels meistens auf dem Label aufgedruckt. Wenn du mehrere Solarmodule in einem 12V Solarsystem mit PWM Laderegler betreibst, sind diese alle parallel geschalten. Der maximale Solarmodulstrom addiert sich also aus den parallen geschalteten Solarmodulen zusammen. Dafür muss dein Solarladeregler ausgelegt sein.

Ein Steca PR 3030 hat z.B. eine maximale Eingangsspannung von 47 V. Das Solarmodul sollte also ca. 36 seriell verschaltete Zellen mit einer Arbeitsspannung von ca. 18-22 V besitzen.  Du könntest auch ein Solarmodul mit höherer Arbeitsspannung nehmen, aber ausschlaggebend für die maximale Eingangsspannung ist die Leerlaufspannung des Solarpanels. Diese darf niemals höher als z.B beim Steca PR 3030 höher als 47 V sein.

Temperaturkompensation Laderegler

Da sich die Lade-Kennlinien des Solarakkus mit der Temperatur ändert, ist jedem besseren Solarregler ein Temperatursensor eingebaut, der die Ladekurve entsprechend der Temperatur anpasst. Bei guten Ladereglern hängt der Temperatursensor an einem Messkabel und kann in Batterienähe installiert werden. Einfachere Laderegler haben den Temperatursensor im Gehäuse verbaut und sollten nahe an der Solarbatterie installiert werden.

Ladezustandanzeige

Es freut einen zu sehen, wie viel Solarenergie gerade auf dem Wohnmobildach erzeugt wird. Auch ist es interessant den Ladezustand des Solarakkus zu kennen, um ggf. Geräte ein oder auszuschalten. Einfache Laderegler zeigen den aktuellen Batteriezustand über LEDs an. Leider ist die Anzeige über LEDs sehr ungenau. Hochwertige Laderegler besitzen ein Display mit genauer Digitalanzeige. Einige Laderegler bieten optionale Laderegler-Displays zur Montage an einem gut einsehbaren Platz.

Einstellung des Batterietyps

Laderegler müssen je nach verwendetem Batterietyp unterschiedliche Ladekurven abfahren. Daher ist es wichtig, dass der Laderegler den eingesetzten Batterietyp unterstützt und entsprechend eingestellt ist.

Die meisten Laderegler funktionieren in 12V oder 24V Systemen und detektieren automatisch die Betriebsspannung. Wichtig ist hierbei, dass bei Inbetriebnahme zuerst die Batterie und erst dann das Solarmodul an den Laderegler angeschlossen werden. Nur so kann die Betriebsspannung sicher erkannt werden. Manche Laderegler müssen jedoch manuell über einen Jumper auf 12/24V eingestellt werden.

Tiefentladeschutz

batterieschutzEin Tiefentladeschutz* schützt die Batterie vor Tiefentladung und schaltet die Last bei Erreichen eines Spannungswertes ab. Dieser Schutz schaltet normalerweise alle Verbraucher ab einer Batteriespannung von 10,8 -11,3 Volt(je nach Umgebungstemperatur) ab und erst, wenn die Batteriespannung wieder mehr als 12,6 Volt beträgt, werden die Verbraucher wieder zugeschaltet. In gängigen Solarladereglern ist ein Tiefenentladeschutz mit einigen Ampere bereits integriert.

spannungswandlerWenn im Solar-Inselsystem z.B. Wechselrichter für 230V Geräte eingesetzt werden, kommt der Tiefentladeschutz eines Solarladereglers strommäßig schnell an seine Grenzen und kann die auftretenden Lasten nicht mehr verarbeiten. Die Sicherung brennt durch. Man sollte den Spannungswandler* in diesem Fall über einen separaten Tiefentladeschutz laufen lassen. Manche Wechselrichter haben bereits einen Tiefentladeschutz integriert. Oder man schaltet über den bestehenden Tiefenentladeschutz des Solarreglers und ein Relais den Spannungswandler einfach mit aus.

Lastabschaltung des + Pols für Wohnmobile

In einigen Wohnmobilen oder Booten sind 12V Verbraucher über die Karosserie am Minuspol angeschlossen. Normale Regler sind hier wirkungslos da diese im Tiefentladefall den Minus-Pol unterbrechen, der aber weiterhin an der Karosserie angeschlossen ist. Um eine neue Verkabelung der Verbraucher zu vermeiden, bieten sich hier Laderegler an die im Tiefentladefall den Pluspol unterbrechen.

Solarregler mit automatischer Batterieumschaltung

Einige Solarregler können gleichzeitig oder hintereinander 2 Batteriebänke unabhängig voneinander aufladen. Sobald eine der beiden Batterien leer ist, wird der Solarstrom dorthin geleitet wo er benötigt wird. Diese Regler besitzen allerdings meisten keinen integrierten Tiefentladeschutz. Dieser muss zusätzlich installiert werden.

Auswahl des Ladereglers

Laderegler 2Zuerst berechnest du den max. Ladestrom über deine Solaranlage. Teile dafür die installierte Solarleistung durch deine Systemspannung, also z.B. 12V. Diesen max. Solarstrom muss dein Laderegler regeln können. Im zweiten Schritt berechnest du den max. Laststrom deiner Verbraucher, die über den Tiefenentladeschutz des Solarreglers laufen. Teile auch diese Leistung durch deine Systemspannung und du weißt welchen Laststrom dein Laderegler vertragen muss. Dein Solarladeregler sollte etwas überdimensioniert sein und ca. 10-20% mehr als deine maximalen Lade- und Lastströme vertragen können.

Weiterhin muss dein Laderegler die max. Solarmodulspannung und die Systemspannung von z.B. 12 oder 24V vertragen.

Fazit Solarregler

Steca PR 1010Wir empfehlen für die meisten autarken Solaranlagen einen hochwertigen Steca PR* Laderegler. Diese sind qualitativ hervorragend, komfortabel von der Bedienung und verfügen über ein fortgeschrittenes Lademanagement für alle gängigen Batterietypen wie  AGM Batterie, Gelbatterie oder Nassbatterie. Weiterhin gibt es diese Steca Regler in verschiedenen Baugrössen, z.B. den Steca PR 1010 für 10 Ampere Ladestrom (120W Solarsystem) oder den Steca PR 2020 mit 20 Ampere Ladestrom für ein 240 W Solarsystem.

Weitere gute Marken für Solarladeregler sind z.B. IVT, Morningstar oder Phocos. Wenn dir diese hochwertigen Solarregler zu teuer ist, findest du eine grosse Auswahl von billigen asiatischen Laderegler-Herstellern auf Amazon*.

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Tipps Inselsystem Photovoltaik

Tipps Inselsystem Photovoltaik

Die Größe eines Inselsystem Photovoltaik richtet sich nach deinem Bedarf an elektrischer Energie. Um dein PV Inselsystem wirtschaftlich zu betreiben ist es wichtig zu verstehen, dass die größten Einsparpotentiale auf deiner Verbraucherseite liegen. Es ist wirtschaftlicher deinen Verbrauch durch den Einsatz von energieeffizienten Endgeräten zu senken, anstatt deine Photovoltaikanlage und Batterie zu vergrößern.

Verzichte auf Geräte die nicht spannungsfrei geschaltet werden können und ständig im Standby-Modus kostbare Photovoltaikenergie verbrauchen. Achte beim Kauf von 12V Verbrauchern für deinen Wohnwagen oder deine Gartenhütte auf möglichst effiziente Geräte.

Ein Inselsystem ist kein Netzanschluss

Ein Photovoltaik Inselsystem ist nicht mit einem Netzanschluss zu vergleichen. Die nutzbare Energiemenge ist begrenzt und bei Überlastung schaltet der Solar-Laderegler die Verbraucher einfach ab.

  • Nutze deine Energieverbraucher bewusst und kenne den Ladezustand der Solarbatterie.
  • Vermeide das Tiefenentladen deiner Solarbatterien, da es die Lebensdauer verkürzt.
  • Begrenze deinen Energieverbrauch bei kritischen Ladezuständen entsprechend deiner Prioritäten
  • Plane bei voraussichtlich steigendem Verbrauch die Erweiterbarkeit deiner Inselanlage vorab mit ein
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