Kilowattstunde, Stromverbrauch & Ampere berechnen für eine autarke Solaranlage

Dieser Artikel soll darüber informieren, welche Ströme in einer 12-Volt Solaranlage mit Solarbatterie und Solarpanel fließen und den Zusammenhang zwischen Verbrauch, Leistung und Strom deutlich machen. Ziel ist es zudem, dem Leser ein Gefühl dafür zu geben, was sich hinter den technischen Größen Ampere, Volt, Watt und Kilowattstunde verbirgt. Am Ende soll jeder Leser den Stromverbrauch seiner Anlage selbst berechnen können. Die Stromstärke in Ampere berechnen ist genauso wie die Leistung in Watt berechnen eine einfache Sache, dazu aber mehr im Artikel.

Stromstärke in Ampere berechnen

Wer die Stromstärke in Ampere berechnen möchte, der muss erst einmal wissen, was ein Ampere überhaupt ist. Die Stromstärke hat als Einheit Ampere und gibt an, welche Ladung durch einen Leiter fließt. Genau genommen müsste man an dieser Stelle auch die Fläche angeben, durch die der Strom fließt, weil die Ladung ja auf die Fläche verteilt ist. Der Einfachheit halber wird in Folge aber der gesamte Strom im Leiter berücksichtigt.

Anschaulich, wenn auch technisch nicht korrekt, ist es, wenn die Stromstärke und die Spannung, die Volt als Einheit hat, mit einem Fluss verglichen werden. Die Stromstärke steht dann für die Wassermasse pro laufenden Flussmeter und die Spannung für die Fließgeschwindigkeit.

Soll also die Wassermenge berechnet werden, die ein Fluss transportiert, dann multipliziert man die Wassermenge mit der Flussgeschwindigkeit und der verstrichenen Zeit. Vergleichbar dazu berechnet sich der Stromverbrauch (Stromarbeit) aus dem Produkt von Spannung, Strom und der Zeit.        W = U * I * t [Einheit VAs oder J]

Leistung eines Solarpanels

Das Produkt aus Spannung und Strom gibt übrigens die Leistung eines elektrischen Gerätes an (P=U * I). Die Leistung wird in Watt gemessen. Möchte man wissen, wie viel Strom verbraucht wurde, also die geleistete Arbeit ermitteln, wird die Leistung mit der Zeit multipliziert. Anschaulich gesagt verbraucht ein 12 V Verbraucher mit 1000 Watt Leistung pro Stunde eine Kilowattstunde Strom. Genauso einfach errechnet sich die Arbeit eines Solarpanels. Ein Solarmodul erzeugt z.B. 60W Dauerleistung in einem 12V Batteriesystem, also ca. 5 Ampere Ladestrom. Einfach, nicht wahr?

Doch zurück zu der Berechnung der Stromstärke. Ampere berechnen sich aus der Leistung eines Gerätes geteilt durch die anliegende Spannung (I = P / U). Die Spannung ist mit 12 Volt vorgegeben, die Leistung des Gerätes mit 24 Watt angegeben. Im Kopf kann ausgerechnet werden, dass zwei Ampere Strom fließen müssen, um den Verbraucher korrekt arbeiten zu lassen (24 W / 12 V = 2 A). Am Ende des Textes finden sich übrigens alle relevanten Formeln noch einmal anschaulich mit Beispielen zusammengefasst.

Leistung in Watt berechnen

Die Leistung eines elektrischen Gerätes lässt sich ganz einfach bestimmen. Entweder wird diese direkt am Gerät abgelesen, was bei fast allen Geräten möglich ist, oder sie wird aus dem Produkt von Strom und Spannung in Watt berechnet.
Bei einer Kühltruhe mit einer Spannung von 12 Volt und einer gemessene Stromstärke von 10 Ampere werden exakt 12 * 10 = 120 Watt Leistung erbracht. Dies bedeutet, dass pro Stunde 0,12 Kilowattstunden (kWh) Strom verbraucht werden.

Beispielrechnung einer autarken Solaranlage

Um den Verbrauch im Verhältnis zur Leistung zu verdeutlichen, hier ein Beispiel. Es beleuchtet die Frage, ob eine bestimmte Solaranlage den gewünschten Verbrauch decken kann. Dazu statten wir ein Wohnmobil mit einem Solarpanel aus, das eine maximale Leistung von 150 Watt hat. Dieser Strom wird in eine Batterie mit einer Kapazität von 100Ah eingespeist.
Rechnet man mit täglich 10 Stunden Ladezeit mit 60 Watt Leistung, was im Sommer bei guter Ausrichtung durchaus realistisch ist, werden täglich 600 Wattstunden Strom gespeichert. Das sind immerhin 0,6 Kilowattstunden, die ohne weiteres Zutun zur Verfügung stehen. Bei einer Spannung von 12 Volt fließen also im Schnitt zehn Stunden lang fünf Ampere Strom, mit der die Batterie geladen wird. Das sind 50Ah, die Batterie ist also nach zwei Tagen wieder komplett geladen.

Lässt sich damit der Stromverbrauch eines Wohnmobils dauerhaft decken?

Nun, um die Antwort zu finden, wollen wir ein wenig rechnen.
Angenommen, es sollen vier Stunden täglich zwei Lampen brennen, ein 12V Kühlschrank soll durchweg bereit sein und zwei Stunden am Tag soll der 12V Fernseher laufen. Dazu kommt ein Ventilator, der gelegentlich eingeschaltet wird.
Die Energiesparlampen haben eine Leistung von 12 Watt je Stück. Der Kühlschrank verbraucht laut Herstellerangabe am Tag 0,18 Kilowattstunden (kWh), vermutlich werden aber wegen des häufigen Öffnens der Türe 20% mehr benötigt. Die Leistung des Fernsehers ist mit 40 Watt angegeben und der Ventilator schlägt mit gemessenen 0,42 Ampere zu Buche.
Rechnen wir also aus, wie viel Strom in kWh pro Tag anfallen.
Lampen: 2 * 12 = 24 Watt Leistung über vier Stunden, das sind rund 0,1 kWh pro Tag.
Kühlschrank: 0,18 + 20% = 0,216 kWh pro Tag
Fernseher: 40 Watt Leistung über zwei Stunden, das sind 0,08 kWh pro Tag
Ventilator: 0,42 * 12 = 5 Watt Leistung. Bei zehn Stunden Einsatz täglich sind das 0,05 kWh am Tag.
In der Summe sind das 0,1 + 0,216 + 0,08 + 0,05 = 0,446 kWh. Eine Solaranlage mit der gewählten Leistung reicht also aus um an einem Sommertag den Stromverbrauch zu decken. Nur die Batterie wäre vielleicht ein wenig zu klein dimensioniert. Diese hat nur 100 Ah * 12V = 1200 Wattstunden (das sind 1,2 Kilowattstunden) Kapazität und wäre bei schlechtem Wetter nach zwei bis drei Tagen erschöpft.
Bei einer autarken Solaranlage für ein Wohnmobil oder Gartenhaus macht es Sinn, die Solarmodule größer zu dimensionieren, damit auch in Schlechtwetterperioden ausreichend Energie zur Versorgung aller Verbraucher und zur Ladung der Solarbatterie bereitstehen.

Einheiten und Formelzeichen

Die Stromstärke in Ampere, abgekürzt A, wird mit dem Formelzeichen I angegeben.
Die Spannung in Volt, abgekürzt V, wird mit dem Formelzeichen U angegeben.
Die Leistung in Watt, abgekürzt W, wird mit dem Formelzeichen P angegeben.
Die Zeit in Sekunden, abgekürzt s, wird mit dem Formelzeichen t angegeben.
Der Stromverbrauch in Wattsekunde, abgekürzt Ws, wird mit dem Formelzeichen W oder E angegeben. Im Alltag ist die Kilowattstunde (kWh) verbreiteter. Dabei handelt es sich um das Tausendfache der Wattstunde und das 3.600.000-fache der Wattsekunde.

Ampere berechnen

Formel: I = P / U

Beispiel: Ein moderner 12V Fernseher hat eine Leistung von 40 Watt und die Spannung liegt bei 12 Volt. Es fließt also ein Strom von 40 W / 12V = 3,333 Ampere.

Spannung berechnen

Formel: U = P / I

Beispiel: Auf der Glühlampe ist die Leistung mit 60 Watt angegeben und es wird eine Stromstärke von fünf Ampere gemessen. Die Spannung ist also 60 W / 5 A = 12 Volt.

Leistung berechnen

Formel: P = I * U

Beispiel: Direkt an der Solarbatterie eines Wohnmobils wird ein Strom von 5,6 Ampere und eine Spannung von 12 Volt gemessen. Die Leistung aller angeschlossenen Geräte beträgt also 12 V * 5,6 A = 67,2 Watt.

Stromverbrauch berechnen

Formel: E = W * t

Beispiel 1: Die Leistung eines 12V Verbrauchers soll wie im Beispiel oben 67,2 Watt betragen. Nach einer Stunde sind also 67,2 Wattstunden (Wh) verbraucht. In zehn Stunden wären das 672 Wattstunden, also 0,672 Kilowattstunden (kWh).

Beispiel 2: Die Batterie hat eine Ladekapazität von 36Ah. Das bedeutet, dass die Batterie einen Strom von einem Ampere 36 Stunden lang bereitstellen kann. Das entspricht also einen Stromverbrauch von 36 Ah * 12 V = 432 Wattstunden, das sind 0,432 Kilowattstunden.

Wird nun ein Strom von 3,333 Ampere gemessen, dann schafft die Batterie es 36 Ah / 3,333 A= 10,8 Stunden lang, den Verbrauch zu decken. Dabei ist die entnehmbare Kapazität einer Batterie immer von der Höhe des Entladestroms abhängig. D.h. bei einem hohen Entladestrom über 10 Stunden ist z.B. einer 230 Ah Exide AGM Batterie rund 20% weniger Arbeit zu entnehmen als im Vergleich zu einer Entladung mit einem 10 mal kleineren Entladestrom über 100 Stunden.

Stromverbrauch berechnen ist also ganz einfach.

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Solarbatterie Akku-Beratung

Egal, ob du Energie in Akkus auf deinem Boot speichern willst, oder das Gartenhaus oder das Wohnmobil mit erneuerbarer Sonnenenergie versorgen willst, ein gutes Verständnis von Solarbatterien und Batteriespezifikationen hilft dir, die ideale Batterie für deine Anwendung auszuwählen.

Um die richtige Solarbatterie zu wählen, musst du erst wissen, was du erreichen willst. Bist du in der Anwendung komplett Netzunabhängig oder gibt es eine Netzkopplung? Wo wird sich die Batteriebank befinden? Wie viel Wartung bist du bereit zu leisten? Und wie oft (oder nicht) willst du deine Batterien ersetzen? Die Antworten auf diese Fragen werden dir zeigen, welche Batterien am meisten Sinn für erneuerbare Energiesysteme machen.

Dein Budget spielt eine große Rolle bei der Batterienwahl. Eine Batterie zu kaufen, ist eine langfristige Investition und auch eine kritische Komponente, die dein System lahmlegen kann. Am besten zahlt es sich aus, wenn du gleich beim ersten Mal die richtige Leistung und Langlebigkeit deiner Batterie wählst . Leider ist es nicht unbedingt so, dass einfach die teuerste Batterie am besten deine Bedürfnisse trifft. Damit du dein System gut betrieben kannst, ist es von entscheidender Bedeutung, die verschiedenen Batterietypen zu verstehen.

Die richtige Wahl der Solarbatterien

Mittlerweile werden viele verschiedene Arten von Batterien in Solarstromspeicher für autarke Systeme in Wohnmobilen, Booten und Gartenhäusern verwendet , aber Blei-Säure-Batterien sind weiterhin am häufigsten . Wettbewerbstechnologien wie Nickel-Cadmium- und Nickel-Eisen Batterien sind teuer, ineffizient oder schwer zu entsorgen.

Die drei wichtigsten Blei-Säure-Batterien sind:

  • Nassbatterie → mit flüssigem Elektrolyt (nachfüllbar / Wartungsarm)
  • AGM Batterie → mit Elektrolyt, der in einer Glasmatte gehalten wird (nicht nachfüllbar / Wartungsfrei)
  • Gelbatterie → mit Gel-Elektrolyt (nicht nachfüllbar / Wartungsfrei)

Jeder Batterietyp hat seine eigenen Vorteile, Nachteile und Anforderungen. Einige Batterien sind gut für Personen geeignet, die gerne die Batterien pflegen und nachfüllen und so die optimale Lebensdauer erreichen, während andere Batterien besser für diejenigen sind, die sagen „aus den Augen, aus dem Sinn“. Unabhängig von deiner „Beziehung“ mit deiner Solarstromanlage, es gibt eine passende Batterie für dich.

Nassbatterie (VLA)

Produkt-InformationNassbatterien sind günstig und die am häufigsten verwendeten Blei-Säure-Batterien. Aus diesem Grund werden wir sie als eine Art Referenzpunkt für die VRLA Batterien behandeln. Im Gegensatz zu AGM und Gel-Batterien, sind sie nicht abgedichtet und müssen daher gut belüftet werden. Das heißt, dass sie in einem Batteriekasten mit einer Entlüftungsöffnung in Freie aufgestellt werden müssen. Die wichtigste Sache ist, das diese Batterien regelmäßige Pflege benötigen. Aber lassen dich nicht erschrecken, es ist nicht viel Arbeit! Nassbatterien müssen auch richtig ausgerichtet werden. VRLA-Batterien sind toleranter in dieser Hinsicht und können auf ihrer liegend aufgestellt werden.

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Spezielle Anwendungen für Nassbatterien:

  • Telekommunikation
  • Notfall-Backup-Systeme
  • Golfwagen / Elektrofahrzeuge

Gelbatterie (VRLA)

Gel Blei-Säure-Batterien werden speziell in zyklenfesten Anwendungen eingesetzt. Sie verwenden Kieselsäure als Verdickungsmittel für den Elektrolyten, der die Zellen robuster macht. Der viskose Elektrolyt verhindert, dass die Zelle lecken kann, wenn sie beschädigt ist. Gel-Batterien brauchen keine Entlüftung, wenn sie richtig geladen werden.

Produkt-InformationWährend Gel-Batterien robust und wartungsarm sind, haben sie einige ernsthafte Nachteile. Erstens sind sie nicht kompatibel mit Nassbatterien und AGM-Zellen aufgrund der deutlich geringere Ladespannungen. Aber verschiedene Batterietypen sollten sowieso nicht in einem System miteinander verschaltet sein. Die niedrige Ladespannung macht es auch einfacher, die Batterie versehentlich zu überladen und zu zerstören. Auf ein gutes und richtig eingestelltes Ladegerät oder passenden Solarladeregler ist zu achten. Dies gilt vor allem in Solarstromanlagen, in denen die Stromproduktion variabel ist. Außerdem sind Gelbatterien teurer als Nassbatterien, bieten ungefähr gleich viel Amperestundenkapazität, aber halten im allgemeinen nicht so lang wie diese. Wenn du eine Gelbatterie kaufst, zahlst du für zusätzlichen Komfort, nicht zusätzliche Kapazitäten.

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Anwendungen für die Gelbatterie:

  • Warme und heisse Umgebungen
  • zyklenstarke Ladesituationen mit häufiger Tiefentladung

AGM-Batterie

Produkt-InformationAGM Batterien sind die neueste Entwicklung der ventilregulierten Blei-Säure-Batterien. AGM Batterien halten den Elektrolyt zwischen den Platten in Fasermatten gefangen. In gewisser Hinsicht sind AGM-Batterien den Gel-Batterien ähnlich. AGM-Zellen sind dicht verschlossen und verlieren normalerweise keinen Elektrolyten und brauchen nicht viel Belüftung unter normalen Bedingungen. Auch hier muss der Laderegler so eingestellt sein, das die AGM Batterie nicht gegast wird. Doch im Gegensatz zu Gel-Batterien verwenden AGM Akkus die gleiche Ladespannung als Nassbatterien.

Weitere Vorteile der AGM-Zellen sind, dass sie leicht, widerstandsfähig gegen Kälte, nur schwer zu erwärmend (geringer Innenwiderstand) und in der Lage sind, einen Ladungzustand für eine lange Zeit zu halten.  Die wichtigsten Nachteile der AGM-Batterien sind der Preis bezogen auf die potentielle Lebensdauer. Das Thema der Blei-Säure-Batterie-Lebensdauer ist ein Thema für hitzige Debatte. Doch insgesamt scheint es, als ob AGM-Batterien eine kürzere Lebenszyklus haben. Aber die Lebensdauer der Batterie schwankt basierend auf der Temperatur, Entladetiefe und Wartung.

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Spezielle Anwendungen für AGM-Batterien:

  • Stand-by-Anwendungen (Straßenlaternen, Computer-Backup)
  • Umgebungen mit kalten Temperaturen
  • Feuchte Umgebungen
  • Autos, Motorräder und Wohnmobile

Zusammenfassung Solarbatterie

Die Wahl der Batterie beeinflusst deine Solaranlage. Für den durchschnittlichen Hausbesitzer oder Wohnmobilbesitzer , empfehlen wir nicht, Gel-Batterien aufgrund ihrer hohen Empfindlichkeit gegenüber Ladespannung zu verwenden. Wenn du einen Fehler machst, könnte relativ schnell die Batteriebank geschädigt werden. Wenn du nichts gegen die halb-jährliche Wartung deiner Solarbatterie hast und die niedrigsten Installationskosten willst, solltest du dir eine Nassbatterie suchen. Wenn du bereit bist, etwas mehr zu zahlen, aber dann nach der Installation die Batterien nicht mehr berühren willst, besorge die eine AGM Batterie.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Solarbatterie

PV

PV (Photovoltaik) wandelt Sonnenenergie mit PV Modulen in elektrischen Strom um. Du wirst als Hauseigentümer mit einer PV Anlage zum Energieproduzenten. Deinen Solarstrom kannst du selbst verbrauchen und so deine Stromrechnung vom Energieversorger reduzieren. Falls du keinen Bedarf für den erzeugten PV Strom im Haus hast, speist du ihn über den Netzanschluss automatisch in das öffentliche Stromnetz ein. Für jede Einheit an eingespeistem PV Strom, bekommst du eine auf 20 Jahre staatlich garantiere PV Vergütung ausbezahlt.

Du reduzierst mit der PV also deine Stromrechnung und erwirtschaftest zusätzlich über den PV Stromverkauf ein Einkommen. Deine Investition in die PV Anlage amortisiert sich in der Regel nach 7-9 Jahren. Dann ist die PV bezahlt und die Solarmodule auf dem Dach gehören dir. Jede weitere erzeugte PV Energie ist jetzt dein Gewinn. Hole dir drei Angebote verschiedener PV Anbieter ein und lasse dir die Wirtschaftlichkeit berechnen.

PV Angebote einholen

Wenn du eine PV Anlage kaufen möchtest, sollst du dir mehrere Angebote von Solar-Handwerkern geben lassen und diese objektiv vergleichen. PV Angebote bekommst du ganz einfach zugeschickt, sobald du dieses Anfrageformular vollständig ausfüllst. Es werden sich drei Solar-Installationsbetrieb bei dir melden. Ein guter PV Installateur kommt persönlich vorbei und begutachtet vor Angebotsabgabe dein Dach. Bald wirst du also drei  PV Angebote auf dem Tisch haben.

Nun machst du am besten zwei Dinge.

  1. Bilde dir eine Meinung zu den PV Installateuren
  2. Schlüssele die einzelnen Positionen der PV Angebote auf und vergleiche

Wie erkenne ich einen guten PV Installateur?

  • Welchen persönlichen Eindruck macht die PV Firma und ihre Mitarbeiter auf dich?
  • Wurde das Dach persönlich begutachtet?
  • Versucht die PV Firma nur ihre Produkte zu verkaufen oder geht sie auf deine Wünsche ein?
  • Setzt der PV Anbieter dich unter Zeitdruck?
  • Kann der PV Anbieter dich umfassend bzgl. des zukünftigen PV Ertrages und Wirtschaftlichkeit der PV Anlage beraten?

Wie vergleiche ich die drei PV Angebote?

  • Vergleiche die Solarmodul-Hersteller miteinander. Sind es alles Qualitätsanbieter? Eine kurze Internetrecherche hilft.
  • Besorge dir im die Datenblätter der PV Module. Wie ist der Modulwirkungsgrad? Sind es Mono- oder Polykristalline PV Module? Sind die PV Panels plussortiert oder wie ist die Leistungstoleranz? Welche PV Modul Garantie gibt es?
  • Ist die installierte PV Leistung der Angebote vergleichbar?
  • Vergleiche die Wechselrichter-Hersteller miteinander. Wie verhält sich die Nennleistung der Wechselrichter zu der installierten PV Leistung? Welche Zusatzfunktionen hat der Wechselrichter? Garantie?
  • Wie wird das Anlagenmonitoring realisiert?
  • Welches PV Montagesystem wird verwendet?
  • Macht das Anlagendesign Sinn? Kann optimiert werden? Wo soll der Wechselrichter sitzen? Wie werden die Kabel verlegt?
  • Ist ein Blitzschutz notwendig?
  • Wie liegt der PV Preis zu dem Gesamtbild aus Modulen, Wechselrichter, Konzept und PV Anbieter? Wie hoch ist der Preis pro installierte Kilowattstunde PV Leistung (kWp)? Dies ist ein guter Vergleichswert für die Angebote. Versuche die Preisunterschiede im Angebot zu verstehen und verhandele ggf. mit deinem Favoriten nach. Schau auf jeden Fall nicht nur auf den Preis, sondern lass das Gesamtbild entscheiden.
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Solarcarport

Ein Solarcarport bietet einen optimalen Schutz des Autos vor Witterungseinflüssen. Zusätzlich erzeugt die Solaranlage kostenlose Solarenergie für die Versorgung des Hauses. Besonders im Sommer freut man sich, wenn das Solardach des Carports Energie produziert und das Auto kühl im Schatten steht. Doch für eine vernünftige Kaufentscheidung benötigt man erstmal weitere Informationen. Hier findest du Grundlagenwissen und interessante Tipps für deinen Solarcarport.
In diesem Artikel lernst du folgende Themen kennen:

  • Vorteile eines Carports
  • Zusätzliche Vorteile eines SolarCarports
  • Abklärungen vor dem Kauf eines Solarcarports
  • Grundlagen
  • Solaranlage
  • Solarpanel
  • Wechselrichter Solarcarport
  • Eigenverbrauch
  • Jahresertrag
  • Beispiel Ertrag eines Solarcarports
  • Kosten SolarcarportBaugenehmigung Carport
  • Unterlagen für Baugenehmigung/Bauanzeige
  • NachbarSchneelast Carport
  • Beispiel der Schneelast Solarcarport
  • Markteinblick Solarcarport

Insgesamt macht der doppelte Nutzen aus Carport und Solaranlage viel Freude und lohnt sich meist auch wirtschaftlich.

Vorteile eines Carports

Es gibt viele gute Argumente die für einen Carport sprechen. Hier die wichtigsten:

  1. Schutz des Autos vor ärgerlichen Witterungsschäden wie durch Hagel, Schnee und Eis
  2. Kein ärgerliches Kratzen der Scheiben im Winter!
  3. Schnelles Abtrocknen des Fahrzeuges durch gute Luftzirkulation im Carport sorgt für weniger Rostbildung
  4. Keine Aufheizung des Autos durch direkte Sonnenstrahlen im Sommer
  5. Angenehmes und trockenes Ein- und Ausladen am Auto bei Schnee und Regen
  6. Zusätzlich Platz für die Unterbringung von Gartengeräten oder zum Lagern von Brennholz

 

Zusätzliche Vorteile eines SolarCarports

  1. Die Nutzung der umweltfreundlichen Energiequelle Sonne erzeugt CO² freie Energie und trägt zu einer nachhaltigen Zukunft bei.
  2. Die Investition eine Solaranlage erfolgt direkt auf dem Grundstück und erhöht langfristig den Wert der Immobilie
  3. Du wirst zum Energieerzeuger und damit unabhängiger von steigenden Energiepreisen.
  4. Du kannst deinen Solarstrom selbst verbrauchen und musst weniger Strom zukaufen.
  5. Der Solarcarport bezahlt sich durch die gesetzlich garantierte Photovoltaikvergütung von selbst. Allerdings wird die Solarvergütung jährlich gekürzt und eine genaue wirtschaftliche Betrachtung ist sinnvoll. Die Investition lohnt sich vor allem, wenn ein Teil der erzeugten Energie selbst verbraucht wird.
  6. Ausgereifte, wartungsarme und langlebige Technik sorgt für viel Spaß mit der umweltfreundlichen Sonnenenergie.

Abklärungen vor dem Kauf eines Solarcarports

Um viel Freude am eigenen SolarCarport zu haben, ist es sinnvoll sich vor dem Kauf einige Gedanken zu machen. Diese SolarCarport-Frageliste hilft dir dich zu entscheiden.

    1. Wo baue ich den Carport auf? Soll es ein einfacher Carport sein, oder ein Doppelcarport? Endet eine Seite direkt an der Hauswand und steht dass Carport frei? Am besten du nimmst ein paar Fotos deiner Einfahrt und zeichnest verschiedene Varianten. Beachte dabei, dass du genügend Platz für das Einfahren hast.
    2. Eventuell möchtest du einen zusätzlichen Geräteraum im SolarCarport? Diesen kannst du als zusätzlichen Stauraum für Gartengeräte und Fahrräder nutzen.
    3. Plane deinen SolarCarport mit der Einfahrt gegen deine Wetterseite. Du verhinderst so das Regen und Schnee in dein Carport eindringen kann.
    4. Für die optimale Nutzung der Sonnenenergie ist es vorteilhaft, wenn das Dach des Solarcarports gegen Süden geneigt ist. Beachte dies bei deiner Planung!
    5. Wähle einen Standort der wenig Verschattung durch umstehende Bäume, Gebäude oder andere Hindernisse hat. So erntest du maximale Sonnenerträge mit deinem SolarCarport!
    6. Möchtest du einen standardisierten Solarcarport-Bausatz oder einen individuell geplanten Solarcarport? Das hängt natürlich von deinem finanziellen Budget, deiner freien Zeit für den Aufbau und deinem handwerklichen Geschick ab.
    7. Welches Material gefällt dir am besten? Metall, Alu oder Holzkonstruktionen werden angeboten. Gerade Holz passt als ökologisches Material gut zu einem SolarCarport. Wenn du ein unkompliziertes Holz für den Carportbau möchtest, sollte du auf heimisch Lärche zurückgreifen. Aufgrund der natürlichen Öle schimmelt Lärche nicht und kann unbehandelt verwendet werden. Kostet etwas mehr und man muss die Patina (silbergraue Färbung bei älterem Holz) mögen.
    8. Plane deinen SolarCarport einen Meter länger und breiter als dein Fahrzeug. Spare nicht an der Breite deines Solarcarports, da du einfach ein und aussteigen willst und so auch das Parken einfacher ist.
    9. Dein Solarcarport sollte für ein Fahrzeug ca. 5,0m – 5,5 m lang und mind. 2,25 m – 2,50 m breit sein. Die Höhe bis zu deiner Dachkante sollte ca 2,00 – 2,50 m betragen.

 

  1. Beachte das für ein Wohnmobil, Wohnwagen oder einen Kleinbus Deckenhöhen bis zu 3,50 m notwendig sind. Plane es so, dass auch deine zukünftige Fahrzeuge in den Solarcarport passen.
  2. Willst du dein Regenwasser sammeln oder ableiten? Mache dir während der Planung auch dazu deine Gedanken!
  3. In vielen Bundesländern brauchst du eine Baugenehmigung für deinen Carport. Auch die Statik deines SolarCarports muss dann nachgewiesen werden. Diesen Statik-Nachweis, sowie eine Bauskizze bekommst du meist direkt von deinem Lieferanten. Ein guter Lieferant unterstützt dich hierbei!
  4. Deine Solaranlage muss bei deinem lokalen Netzbetreiber registriert werden. So hast du einen Anspruch auf die Solarvergütung. Dein Solaranlagen-Elektriker übernimmt in der Regel den notwenigen Papierkram.
  5. Erkundige dich bei deinem Solarcarport-Lieferanten über den Bauantrag. Er kann dir bei den notwendigen Anträgen und Formularen helfen und organisiert deinen Bauantrag! Baue nicht zu nahe an deinen Nachbarn und beachte Baugrenzen, Bebauungspläne und Baulinien. Lasse dich von deinem Carport-Lieferanten beraten.

Grundlagen einer Carport Solaranlage

Hier erfährst du mehr über die Grundlagen einer Carport-Solaranlage.

Solaranlage

Die Solarmodule (auch Photovoltaikmodul genannt) liegen auf dem Dach deines Solarcarports und wandeln das Sonnenlicht durch die Nutzung des photoelektrischen Effektes in elektrische Energie um. Der Solarstrom wird über den Solar-Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt. Diesen Wechselstrom kannst du nun selbst im Haus verbrauchen oder über einen Stromzähler in das öffentliche Netz einspeisen.

Solarpanel

Die wichtigste Kennzahl eines Solarmoduls ist seine Nennleistung. Die Nennleistung wird in Wp (Watt-Peak) angegeben und weltweit unter den gleichen Standardtestbedingungen ermittelt. Je höher die Moduleffizienz des Solarpanels ist, umso mehr Energie erzeugt es pro m2. Da die Dachfläche auf einem Carport begrenzt ist, macht der Einsatz von effizienten Solarmodulen Sinn. Obwohl in den letzten Jahren die Kosten für Solarmodule stetig gefallen sind, machen die Solarpanels weiterhin den größten Teil der Investition aus. Umso wichtiger ist es hier eine gute Qualität zu einem guten Preis zu bekommen. Mittlerweile dominieren kristalline Module aus China den Markt. In den letzten Jahren mussten viele Solarmodulhersteller aus Deutschland wegen der weltweiten Überproduktion Insolvenz anmelden. Doch gibt es mittlerweile auch qualitativ hochwertige Solarpanels aus China zu kaufen. Auch einige deutsche Anbieter haben sich am Markt halten können und liefern beste Qualität.

Wechselrichter Solarcarport

Der Wechselrichter ist das Herz der Solaranlage und richtet den Gleichstrom der Solarpanels in Wechselstrom um. Es gibt eine Vielzahl an qualitativ hochwertigen Herstellern. Achte auf eine lange Garantie der Wechselrichter. Einige Hersteller geben von Haus aus bis zu 10 Jahre Garantien.

Eigenverbrauch

Wenn du eine Solaranlage betreibst, kannst du den Solarstrom entweder in das öffentliche Netz einspeisen oder selbst verbrauchen. Der Eigenverbrauch ist lukrativ, da der selbst erzeugte Strom nicht erst teuer eingekauft werden muss. Da die Energiepreise stetig steigen profitierst du langfristig umso mehr, je höher die Energiepreise steigen! Die Kosten deines selbst produzierten Stromes bleiben konstant, da deine Solaranlage 20 Jahre fast wartungsfrei läuft (du kalkulierst nur ca. 1-2% deiner Anfangsinvestition in deinen Solarcarport für die jährliche Wartung).

Strom kann aber nur dann selbst verbraucht werden, wenn daheim ein Stromverbraucher läuft. Bei einem durchschnittlichen 4 Personenhaushalt können ca 30% Eigenverbrauch erreicht werden. Es gibt verschiedene Tricks um den Eigenverbrauch des Solarstoms zu erhöhen. Mittels Smart-Grids können z.B. Waschmaschinen, Spülmaschinen und andere steuerbare Verbraucher automatisch an und abgeschaltet werden. Batteriespeicher nehmen mittags den Solarstrom auf und stellen ihn abends zum Verbrauch zur Verfügung. Bisher sind diese Mehrkosten für Batterien und intelligente Steuerungstechnik noch sehr hoch und nicht wirtschaftlich.

Jahresertrag

Weiterhin musst du den erwarteten Jahresertrag deiner Solaranlage kennen. Der Jahresertrag ist die Summe aller erzeugten Solarenergieeinheiten über ein Jahr und wird mit kWh/a (erzeugte Kilo-Watt-Stunden pro Jahr) angegeben. Um so mehr Ertrag deine Anlage erwirtschaftet, umso besser ist das für dich. Dein Ertrag hängt von vielen Faktoren ab. Wichtig für den Ertrag ist die Effizienz der Solarpanels, die Ausrichtung deiner Solarmodule zur Sonne, die Verschattung, die Langzeit-Qualität deines Solarmodule und die richtige Auswahl eines Wechselrichters.

Beispiel Ertrag eines Solarcarports

Fünf 200 Wp Solarmodule ergeben eine installierte Gesamtleistung von 1000 Wp oder 1 kWp. Diese 5 Solarmodule erzeugen bei normaler Ausrichtung in Deutschland einen Ertrag von ca. 900 kWh pro Jahr (konservative Betrachtung, es sind über 1000 kWh pro Jahr möglich).

30% dieser Energiemenge, also 270 kWh, kann meist direkt in eigenen Haushalt verbrauchen werden. Diese 270 kWh Strombezug sparst du und musst nicht von deinem Energielieferanten kaufen. Bei einem Preis von 25 Eurocent pro kWh sind dies 67,50 Euro pro Jahr und 1 kWp installierte Solaranlage, die du weniger für Energie ausgeben muss!

Die restlichen 730 kWh speist du z.B. in das öffentliche Netz ein und bekommst hierfür eine festgelegte Vergütung vom Staat. Diese Vergütung ist 20 Jahre garantiert und muss je nach Anlagengröße und Zeitpunkt der Inbetriebnahme herausgesucht werden. Durch die Ersparnis beim Energiebezug und die Vergütung für den Energieverkauf erwirtschaftet die CarportSolaranlage insgesamt eine Rendite für dein eingesetztes Geld. Diese Rendite muss mit einem Solarkalkulator individuell für deinen Standort berechnet werde

Kosten Solarcarport

Die Kosten für einen SolarCarport sind aufgrund der hohen Variantenanzahl und Ausführungen nicht pauschal anzugeben. Der größte Kostenfaktor ist die Solaranlage. Die Kosten für die Solaranlage können über den Wert „Euro pro kWp installierte Leistung“ verglichen werden. Momentan (April 2015) kostet ein kWp (1000 Watt installierte Photovoltaikleistung inklusive Verkabelung, Montage und Wechselrichter) zwischen 1200 und 2200 Euro. Die Preise variieren je nach Anlagengröße, Wechselrichter und Modultyp. Monokristalline Solarmodule mit hohen Wirkungsgraden sind teurer als chinesische B-Ware Solarmodule mit schlechten polykristallinen Zellen. Zusätzlich kommen Kosten für den Solarcarport und die Carport-Montage hinzu. Diese Kosten variieren je nach Material, Verarbeitung, Abmaß und Design.

Unsere Empfehlung: Bevor du dich für ein Solar-Carport entscheidest, hole dir verschiedene Angebote ein und vergleiche diese. Es gibt eine sehr große Variantenvielfalt und fast jeder Wunsch an Design und Ausstattung ist erfüllbar.

Baugenehmigung Carport

Ob Carport, Wintergarten oder Gartenhaus – auch bei kleineren An- und Umbauten am Haus sind die Bauvorschriften zu beachten. Diese sind je nach Bundesland und Gemeinde unterschiedlich geregelt. Baurecht ist Ländersache und wird in verschiedenen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Zudem gibt es in vielen Gemeinden einen Bebauungsplan der beachtet werden muß. Rufe bei Ihrer Gemeinde im Rathaus an und fragen dich bis zum Bauamt durch. Im Allgemeinen reicht die Angabe der Adresse, um herauszufinden ob ein Bauantrag oder eine Bauanzeige erforderlich ist oder nicht.

Unterlagen für Baugenehmigung/Bauanzeige

Zunächst brauchst du die technischen Unterlagen. Diese erhältst du vom Lieferanten des Carports. Dazu ist stets ein Auszug aus der Flurkarte notwendig. Dieser darf bei einigen Bauämtern nicht älter als zwei Jahre oder sogar höchstens drei Monate alt sein.

Folgende Dokumente sind für einen Baueintrag einzureichen:

      • Baubeschreibung (von Solarcarporthersteller)
      • Statik des Solarcarports (von Solarcarporthersteller)
      • Bauzeichnungen im Maßstab 1:100 (von Solarcarporthersteller)
      • Flurplan und Lageplan 1:500 (Katasteramt, nicht älter als 2 Jahre)
      • Ausgefülltes Bauantragsformular vom Bauamt (Baubehörde, Internet)

Wenn du dir die Auseinandersetzung mit den Formularen sparen willst, frage deinen Carport-Lieferanten. Ein guter Lieferant von SolarCarports bietet einen Rund-Um-Genehmigungsservice für die Baugenehmigung sowie die Anmeldung der Solaranlage. Dieser Service reicht von der Einholung der Flurkarten bis hin zur Antragsabgabe bei den Behörden.

Nachbar

Nehme Rücksicht bei der Planung deines Carports auf deinen Nachbarn und beziehe ihn  frühzeitig in die Pläne des Solarcarports ein. Gerade grenznahes Bauen sorgt oft für Streit unter Nachbarn. Halte dich an Mindestabstände und Bebauungsgrenzen. So fühlt der liebe Nachbar sich nicht übergangen und beschwert sich nicht bei der Baubehörde. Eventuell hole dir eine schriftliche Bestätigung vom Nachbarn ein. Befolge weiterhin den offiziellen Weg über die Baubehörde und vermeiden so Bußgelder und Nachgenehmigungsverfahren. Im Streitfall besitzt du dann auch die besseren Karten.

Schneelast Carport

Der Carport muss im Winter dem Druck von Schnee und Eis wiederstehen. Je mehr Schnee in der Region fällt, je stabiler muss der Solarcarport aufgebaut sein. Eine Schneedecke von 10cm nassem Schnee wiegt beispielsweise ca. 40kg pro m². Die Schneelast wird in Deutschland durch die Norm DIN EN 1991-1-3 (2010-12) geregelt. Durch Angabe der Postleitzahl kann die Schneelast am Standort ermittelt werden. Hierfür werden die lokalen Klimadaten und die topographische Höhe des PLZ-Standortes ausgewertet. Weiterhin spielt der Dachaufbau eine Rolle, da z.B. bei einem Steildach der Schnee besser abrutschen kann und die gesamte Konstruktion dadurch ein wenig leichter gebaut werden darf.

Beispiel der Schneelast Solarcarport

In Schneelastzone I bis 500m Höhenlage reicht z.B. eine Schneelast von 75 kN/m² aus (entspricht ca. 18,5 cm Nassschnee oder 70 cm Neuschnee). In Schneelastzone II müssen bei gleicher Höhenlage des Carports bereits 90 kN/m² Schneelast angenommen werden. Einige Anbieter bieten nur die Basis-Schneelast an und verlangen Aufschläge für höhere Schneelastzonen. Der Listenpreis erscheint damit günstig, erhöht sich aber entsprechend der Anforderungen an die Schneelast.

Markteinblick Solarcarport

Ca. 60% der verkauften Carports in Deutschland sind Standardcarports, die als Carportbausatz in Zimmermanns- oder Baumarktqualität geliefert werden. Die verbliebenen 40% der aufgestellten Carports sind individuell geplant und gefertigte Einzelstücke, die meistens von Zimmereien oder Tischlereien als gebaut werden.

Vor allem im Norden Deutschlands hat sich der Carport gegenüber der Garage durchgesetzt. Daher sind die wenigen spezialisierten Carportanbieter im Norden Deutschlands zu finden. Diese haben sich auf die Beratung, Planung, Produktion und Aufstellung von Carports spezialisiert und bieten dem Kunden daher viele Vorteile an. Die Kosten für einen Carport aus der Produktion eines Carportspezialisten sind bis zu 50% günstiger und die Umsetzung ist optimiert und kostengünstig.

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Wie befestige ich Solarmodule auf dem Wohnmobil?

Fast ausschließlich alle Camper würden sich wieder ein Solarsystem anschaffen. Fast alle Camper sind sich auch einig, dass sie für die Befestigung ihrer Solaranlage die Außenhaut des Wohnmobils nicht unnötig anbohren möchten. Aufgrund des Dachaufbaus in einem Wohnmobil erkennt man eine Undichtigkeit im Dach meist erste sehr spät. Dann ist bereits Feuchtigkeit in die Dachisolierung eingedrungen und es muß aufwendig ausgebessert werden. Finde die beste Auswahl an Solarmodulen für Wohnwagen hier*.

Montage von Solarmodulen auf Reisemobil, Wohnmobil, Caravan, Bus

Deine Solarmodule musst du auf deinem Wohnmobil sicher befestigen. Da jedes Wohnmobildach anders aussieht und durch Dachluken und andere Aufbauten den großflächigen Einsatz von Solarmodulen einschränkt, solltest du dir vorher über die Größe der zu verwendeten Solarmodule und deren genauer Montage Gedanken machen.

Montagematerial

Zur Montage von Solarmodulen auf das Wohnmobil gibt es Montageecken oder längliche Spoiler zu kaufen. Als Material wird ABS und PUR verwendet, wobei viele Campingfans auf das langlebige PUR Material schwören. ABS Profile sind nicht immer UV fest und daher wohl schon mal von Wohnwagendächern abgeflogen. Die Montageprofile werden in der Regel auf das Wohnwagendach geklebt und darin das Solarmodul horizontal verschraubt oder geklebt. Durch den Abstand des Solarmoduls zum Dach ist es hinterlüftet und erhitzt sich im Sommer weniger. Das hat eine direkte Auswirkung auf die Ertragskraft des Solarmoduls.

Produkt-Information

Produkt-Information

Die Montageecke passen an jedes Solarmodul. Die Montageecken sind besonders bei gewölbten Wohnmobildächern gut geeignet. Die Montageecken verbreitern und verlängern den Platzbedarf des Solarmoduls, wobei die Solarspoiler den Platzbedarf des Solarmoduls nur verlängern. Die Solarspoiler sind in ihrer Länge auf die jeweiligen Solarmodule angepasst und müssen in der passenden Größe eingesetzt werden. Der Vorteil besteht im geringeren Luftwiderstand bei Fahrt mit dem Wohnmobil gegenüber den Montageecken.

Möchtest du mehrere Solarmodule nebeneinander auf deinem Wohnmobil aufbringen, so sind sogenannte Mittelverbinder sinnvoll. An den äußeren Ecken kannst du Montageecken einsetzen und in den beiden inneren Ecken jeweils einen Mittelverbinder. Natürlich kannst du auch eine Solarmodulbefestigung auf Aluprofilen aus dem Baumarkt selbst aufbauen.

Dachdurchführung Solarmodul

Produkt-InformationDu musst die Kabel der Solarmodule in den Innenraum des Wohnwagens zum Laderegler führen. Dafür musst du ein Loch in das Dach bohren und eine Dachdurchführung mit Sikaflex 252 oder Betalink aufkleben. Du solltest hier sauber arbeiten um wirklich eine 100%ig wasserdichte Kabeldurchführung zu erhalten. Die Kabelverschraubung mit Quetschring des Dachdurchführung sorgt für die Zugentlastung der Kabel sowie für die Dichtheit.

 

Verkleben der Solaranlage

Daher hat sich das Aufkleben der Solarmodulträger auf Wohnmobile gegenüber dem Verschrauben weitgehend durchgesetzt. Trotzdem hinterfragen erst mal viele das Verkleben von Solarmodulen. Für eine optimale Verklebung ist es wichtig, daß bei der Durchführung sauber und entsprechend der Klebeanleitung gearbeitet wird.

Sikaflex 252 Wohnmobil Klebeset

Sikaflex--Kartusche 252, 300 ml, WeissFür das Verkleben der Solarmodule wird in der Regel das Produkt Sikaflex 252 verwendet. Der Klebeprozess ist einfach und wird anhand einer Klebeanleitung durchgeführt. Für das Ausbringen der Sikaflex 252 Kartusche wird eine Kartuschenpistole benötigt. Das beliebte Klebeset Sikaflex 252* besteht aus einer 310ml Sikaflex 252 Kartusche, Haftreiniger, Primer und Schleifvlies. Die Menge reicht um bis zu 2 Solarmodule inkl. Dachdurchführung auf dem Wohnmobil anzubringen. Den Sikaflex 252 gibt es in den Farben weiß und schwarz.

Es wird in der Regel das Solarmodul zuerst mit dem Modulträger verschraubt. Nun wird der Modulträger auf das Wohnmobildach aufgeklebt. Der Vorteil besteht darin, daß du später das Solarmodul wieder demontieren kannst. Alternativ kannst du auch das Solarmodul mit dem Modulträger verkleben. Dann wird es aber komplizierter wenn du später das Solarmodul abnehmen möchtest.

Wenn du dich für den Kauf einer Solaranlage interessiert, findest du auf Amazon die größte und beste Auswahl an Montagezubehör, Solarbatterien und Solarmodule*.

Montierte Solarmodule verursachen bei der Fahrt mit dem Wohnmobil einen etwas höheren Luftwiederstand und eventuell auch ein höheres Fahrgeräusch. Achte daher bei der Platzwahl für deine Solarmodule soweit möglich auf die Aerodynamik. Falls du keine Aufständerung möchtest oder ein gewölbtest Dach hast, kannst du alternativ flexible Solarmodule direkt auf deine Dachhaut kleben.

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