Solarcarport

Ein Solarcarport bietet einen optimalen Schutz des Autos vor Witterungseinflüssen. Zusätzlich erzeugt die Solaranlage kostenlose Solarenergie für die Versorgung des Hauses. Besonders im Sommer freut man sich, wenn das Solardach des Carports Energie produziert und das Auto kühl im Schatten steht. Doch für eine vernünftige Kaufentscheidung benötigt man erstmal weitere Informationen. Hier findest du Grundlagenwissen und interessante Tipps für deinen Solarcarport.
In diesem Artikel lernst du folgende Themen kennen:

  • Vorteile eines Carports
  • Zusätzliche Vorteile eines SolarCarports
  • Abklärungen vor dem Kauf eines Solarcarports
  • Grundlagen
  • Solaranlage
  • Solarpanel
  • Wechselrichter Solarcarport
  • Eigenverbrauch
  • Jahresertrag
  • Beispiel Ertrag eines Solarcarports
  • Kosten SolarcarportBaugenehmigung Carport
  • Unterlagen für Baugenehmigung/Bauanzeige
  • NachbarSchneelast Carport
  • Beispiel der Schneelast Solarcarport
  • Markteinblick Solarcarport

Insgesamt macht der doppelte Nutzen aus Carport und Solaranlage viel Freude und lohnt sich meist auch wirtschaftlich.

Vorteile eines Carports

Es gibt viele gute Argumente die für einen Carport sprechen. Hier die wichtigsten:

  1. Schutz des Autos vor ärgerlichen Witterungsschäden wie durch Hagel, Schnee und Eis
  2. Kein ärgerliches Kratzen der Scheiben im Winter!
  3. Schnelles Abtrocknen des Fahrzeuges durch gute Luftzirkulation im Carport sorgt für weniger Rostbildung
  4. Keine Aufheizung des Autos durch direkte Sonnenstrahlen im Sommer
  5. Angenehmes und trockenes Ein- und Ausladen am Auto bei Schnee und Regen
  6. Zusätzlich Platz für die Unterbringung von Gartengeräten oder zum Lagern von Brennholz

 

Zusätzliche Vorteile eines SolarCarports

  1. Die Nutzung der umweltfreundlichen Energiequelle Sonne erzeugt CO² freie Energie und trägt zu einer nachhaltigen Zukunft bei.
  2. Die Investition eine Solaranlage erfolgt direkt auf dem Grundstück und erhöht langfristig den Wert der Immobilie
  3. Du wirst zum Energieerzeuger und damit unabhängiger von steigenden Energiepreisen.
  4. Du kannst deinen Solarstrom selbst verbrauchen und musst weniger Strom zukaufen.
  5. Der Solarcarport bezahlt sich durch die gesetzlich garantierte Photovoltaikvergütung von selbst. Allerdings wird die Solarvergütung jährlich gekürzt und eine genaue wirtschaftliche Betrachtung ist sinnvoll. Die Investition lohnt sich vor allem, wenn ein Teil der erzeugten Energie selbst verbraucht wird.
  6. Ausgereifte, wartungsarme und langlebige Technik sorgt für viel Spaß mit der umweltfreundlichen Sonnenenergie.

Abklärungen vor dem Kauf eines Solarcarports

Um viel Freude am eigenen SolarCarport zu haben, ist es sinnvoll sich vor dem Kauf einige Gedanken zu machen. Diese SolarCarport-Frageliste hilft dir dich zu entscheiden.

    1. Wo baue ich den Carport auf? Soll es ein einfacher Carport sein, oder ein Doppelcarport? Endet eine Seite direkt an der Hauswand und steht dass Carport frei? Am besten du nimmst ein paar Fotos deiner Einfahrt und zeichnest verschiedene Varianten. Beachte dabei, dass du genügend Platz für das Einfahren hast.
    2. Eventuell möchtest du einen zusätzlichen Geräteraum im SolarCarport? Diesen kannst du als zusätzlichen Stauraum für Gartengeräte und Fahrräder nutzen.
    3. Plane deinen SolarCarport mit der Einfahrt gegen deine Wetterseite. Du verhinderst so das Regen und Schnee in dein Carport eindringen kann.
    4. Für die optimale Nutzung der Sonnenenergie ist es vorteilhaft, wenn das Dach des Solarcarports gegen Süden geneigt ist. Beachte dies bei deiner Planung!
    5. Wähle einen Standort der wenig Verschattung durch umstehende Bäume, Gebäude oder andere Hindernisse hat. So erntest du maximale Sonnenerträge mit deinem SolarCarport!
    6. Möchtest du einen standardisierten Solarcarport-Bausatz oder einen individuell geplanten Solarcarport? Das hängt natürlich von deinem finanziellen Budget, deiner freien Zeit für den Aufbau und deinem handwerklichen Geschick ab.
    7. Welches Material gefällt dir am besten? Metall, Alu oder Holzkonstruktionen werden angeboten. Gerade Holz passt als ökologisches Material gut zu einem SolarCarport. Wenn du ein unkompliziertes Holz für den Carportbau möchtest, sollte du auf heimisch Lärche zurückgreifen. Aufgrund der natürlichen Öle schimmelt Lärche nicht und kann unbehandelt verwendet werden. Kostet etwas mehr und man muss die Patina (silbergraue Färbung bei älterem Holz) mögen.
    8. Plane deinen SolarCarport einen Meter länger und breiter als dein Fahrzeug. Spare nicht an der Breite deines Solarcarports, da du einfach ein und aussteigen willst und so auch das Parken einfacher ist.
    9. Dein Solarcarport sollte für ein Fahrzeug ca. 5,0m – 5,5 m lang und mind. 2,25 m – 2,50 m breit sein. Die Höhe bis zu deiner Dachkante sollte ca 2,00 – 2,50 m betragen.

 

  1. Beachte das für ein Wohnmobil, Wohnwagen oder einen Kleinbus Deckenhöhen bis zu 3,50 m notwendig sind. Plane es so, dass auch deine zukünftige Fahrzeuge in den Solarcarport passen.
  2. Willst du dein Regenwasser sammeln oder ableiten? Mache dir während der Planung auch dazu deine Gedanken!
  3. In vielen Bundesländern brauchst du eine Baugenehmigung für deinen Carport. Auch die Statik deines SolarCarports muss dann nachgewiesen werden. Diesen Statik-Nachweis, sowie eine Bauskizze bekommst du meist direkt von deinem Lieferanten. Ein guter Lieferant unterstützt dich hierbei!
  4. Deine Solaranlage muss bei deinem lokalen Netzbetreiber registriert werden. So hast du einen Anspruch auf die Solarvergütung. Dein Solaranlagen-Elektriker übernimmt in der Regel den notwenigen Papierkram.
  5. Erkundige dich bei deinem Solarcarport-Lieferanten über den Bauantrag. Er kann dir bei den notwendigen Anträgen und Formularen helfen und organisiert deinen Bauantrag! Baue nicht zu nahe an deinen Nachbarn und beachte Baugrenzen, Bebauungspläne und Baulinien. Lasse dich von deinem Carport-Lieferanten beraten.

Grundlagen einer Carport Solaranlage

Hier erfährst du mehr über die Grundlagen einer Carport-Solaranlage.

Solaranlage

Die Solarmodule (auch Photovoltaikmodul genannt) liegen auf dem Dach deines Solarcarports und wandeln das Sonnenlicht durch die Nutzung des photoelektrischen Effektes in elektrische Energie um. Der Solarstrom wird über den Solar-Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt. Diesen Wechselstrom kannst du nun selbst im Haus verbrauchen oder über einen Stromzähler in das öffentliche Netz einspeisen.

Solarpanel

Die wichtigste Kennzahl eines Solarmoduls ist seine Nennleistung. Die Nennleistung wird in Wp (Watt-Peak) angegeben und weltweit unter den gleichen Standardtestbedingungen ermittelt. Je höher die Moduleffizienz des Solarpanels ist, umso mehr Energie erzeugt es pro m2. Da die Dachfläche auf einem Carport begrenzt ist, macht der Einsatz von effizienten Solarmodulen Sinn. Obwohl in den letzten Jahren die Kosten für Solarmodule stetig gefallen sind, machen die Solarpanels weiterhin den größten Teil der Investition aus. Umso wichtiger ist es hier eine gute Qualität zu einem guten Preis zu bekommen. Mittlerweile dominieren kristalline Module aus China den Markt. In den letzten Jahren mussten viele Solarmodulhersteller aus Deutschland wegen der weltweiten Überproduktion Insolvenz anmelden. Doch gibt es mittlerweile auch qualitativ hochwertige Solarpanels aus China zu kaufen. Auch einige deutsche Anbieter haben sich am Markt halten können und liefern beste Qualität.

Wechselrichter Solarcarport

Der Wechselrichter ist das Herz der Solaranlage und richtet den Gleichstrom der Solarpanels in Wechselstrom um. Es gibt eine Vielzahl an qualitativ hochwertigen Herstellern. Achte auf eine lange Garantie der Wechselrichter. Einige Hersteller geben von Haus aus bis zu 10 Jahre Garantien.

Eigenverbrauch

Wenn du eine Solaranlage betreibst, kannst du den Solarstrom entweder in das öffentliche Netz einspeisen oder selbst verbrauchen. Der Eigenverbrauch ist lukrativ, da der selbst erzeugte Strom nicht erst teuer eingekauft werden muss. Da die Energiepreise stetig steigen profitierst du langfristig umso mehr, je höher die Energiepreise steigen! Die Kosten deines selbst produzierten Stromes bleiben konstant, da deine Solaranlage 20 Jahre fast wartungsfrei läuft (du kalkulierst nur ca. 1-2% deiner Anfangsinvestition in deinen Solarcarport für die jährliche Wartung).

Strom kann aber nur dann selbst verbraucht werden, wenn daheim ein Stromverbraucher läuft. Bei einem durchschnittlichen 4 Personenhaushalt können ca 30% Eigenverbrauch erreicht werden. Es gibt verschiedene Tricks um den Eigenverbrauch des Solarstoms zu erhöhen. Mittels Smart-Grids können z.B. Waschmaschinen, Spülmaschinen und andere steuerbare Verbraucher automatisch an und abgeschaltet werden. Batteriespeicher nehmen mittags den Solarstrom auf und stellen ihn abends zum Verbrauch zur Verfügung. Bisher sind diese Mehrkosten für Batterien und intelligente Steuerungstechnik noch sehr hoch und nicht wirtschaftlich.

Jahresertrag

Weiterhin musst du den erwarteten Jahresertrag deiner Solaranlage kennen. Der Jahresertrag ist die Summe aller erzeugten Solarenergieeinheiten über ein Jahr und wird mit kWh/a (erzeugte Kilo-Watt-Stunden pro Jahr) angegeben. Um so mehr Ertrag deine Anlage erwirtschaftet, umso besser ist das für dich. Dein Ertrag hängt von vielen Faktoren ab. Wichtig für den Ertrag ist die Effizienz der Solarpanels, die Ausrichtung deiner Solarmodule zur Sonne, die Verschattung, die Langzeit-Qualität deines Solarmodule und die richtige Auswahl eines Wechselrichters.

Beispiel Ertrag eines Solarcarports

Fünf 200 Wp Solarmodule ergeben eine installierte Gesamtleistung von 1000 Wp oder 1 kWp. Diese 5 Solarmodule erzeugen bei normaler Ausrichtung in Deutschland einen Ertrag von ca. 900 kWh pro Jahr (konservative Betrachtung, es sind über 1000 kWh pro Jahr möglich).

30% dieser Energiemenge, also 270 kWh, kann meist direkt in eigenen Haushalt verbrauchen werden. Diese 270 kWh Strombezug sparst du und musst nicht von deinem Energielieferanten kaufen. Bei einem Preis von 25 Eurocent pro kWh sind dies 67,50 Euro pro Jahr und 1 kWp installierte Solaranlage, die du weniger für Energie ausgeben muss!

Die restlichen 730 kWh speist du z.B. in das öffentliche Netz ein und bekommst hierfür eine festgelegte Vergütung vom Staat. Diese Vergütung ist 20 Jahre garantiert und muss je nach Anlagengröße und Zeitpunkt der Inbetriebnahme herausgesucht werden. Durch die Ersparnis beim Energiebezug und die Vergütung für den Energieverkauf erwirtschaftet die CarportSolaranlage insgesamt eine Rendite für dein eingesetztes Geld. Diese Rendite muss mit einem Solarkalkulator individuell für deinen Standort berechnet werde

Kosten Solarcarport

Die Kosten für einen SolarCarport sind aufgrund der hohen Variantenanzahl und Ausführungen nicht pauschal anzugeben. Der größte Kostenfaktor ist die Solaranlage. Die Kosten für die Solaranlage können über den Wert „Euro pro kWp installierte Leistung“ verglichen werden. Momentan (April 2015) kostet ein kWp (1000 Watt installierte Photovoltaikleistung inklusive Verkabelung, Montage und Wechselrichter) zwischen 1200 und 2200 Euro. Die Preise variieren je nach Anlagengröße, Wechselrichter und Modultyp. Monokristalline Solarmodule mit hohen Wirkungsgraden sind teurer als chinesische B-Ware Solarmodule mit schlechten polykristallinen Zellen. Zusätzlich kommen Kosten für den Solarcarport und die Carport-Montage hinzu. Diese Kosten variieren je nach Material, Verarbeitung, Abmaß und Design.

Unsere Empfehlung: Bevor du dich für ein Solar-Carport entscheidest, hole dir verschiedene Angebote ein und vergleiche diese. Es gibt eine sehr große Variantenvielfalt und fast jeder Wunsch an Design und Ausstattung ist erfüllbar.

Baugenehmigung Carport

Ob Carport, Wintergarten oder Gartenhaus – auch bei kleineren An- und Umbauten am Haus sind die Bauvorschriften zu beachten. Diese sind je nach Bundesland und Gemeinde unterschiedlich geregelt. Baurecht ist Ländersache und wird in verschiedenen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Zudem gibt es in vielen Gemeinden einen Bebauungsplan der beachtet werden muß. Rufe bei Ihrer Gemeinde im Rathaus an und fragen dich bis zum Bauamt durch. Im Allgemeinen reicht die Angabe der Adresse, um herauszufinden ob ein Bauantrag oder eine Bauanzeige erforderlich ist oder nicht.

Unterlagen für Baugenehmigung/Bauanzeige

Zunächst brauchst du die technischen Unterlagen. Diese erhältst du vom Lieferanten des Carports. Dazu ist stets ein Auszug aus der Flurkarte notwendig. Dieser darf bei einigen Bauämtern nicht älter als zwei Jahre oder sogar höchstens drei Monate alt sein.

Folgende Dokumente sind für einen Baueintrag einzureichen:

      • Baubeschreibung (von Solarcarporthersteller)
      • Statik des Solarcarports (von Solarcarporthersteller)
      • Bauzeichnungen im Maßstab 1:100 (von Solarcarporthersteller)
      • Flurplan und Lageplan 1:500 (Katasteramt, nicht älter als 2 Jahre)
      • Ausgefülltes Bauantragsformular vom Bauamt (Baubehörde, Internet)

Wenn du dir die Auseinandersetzung mit den Formularen sparen willst, frage deinen Carport-Lieferanten. Ein guter Lieferant von SolarCarports bietet einen Rund-Um-Genehmigungsservice für die Baugenehmigung sowie die Anmeldung der Solaranlage. Dieser Service reicht von der Einholung der Flurkarten bis hin zur Antragsabgabe bei den Behörden.

Nachbar

Nehme Rücksicht bei der Planung deines Carports auf deinen Nachbarn und beziehe ihn  frühzeitig in die Pläne des Solarcarports ein. Gerade grenznahes Bauen sorgt oft für Streit unter Nachbarn. Halte dich an Mindestabstände und Bebauungsgrenzen. So fühlt der liebe Nachbar sich nicht übergangen und beschwert sich nicht bei der Baubehörde. Eventuell hole dir eine schriftliche Bestätigung vom Nachbarn ein. Befolge weiterhin den offiziellen Weg über die Baubehörde und vermeiden so Bußgelder und Nachgenehmigungsverfahren. Im Streitfall besitzt du dann auch die besseren Karten.

Schneelast Carport

Der Carport muss im Winter dem Druck von Schnee und Eis wiederstehen. Je mehr Schnee in der Region fällt, je stabiler muss der Solarcarport aufgebaut sein. Eine Schneedecke von 10cm nassem Schnee wiegt beispielsweise ca. 40kg pro m². Die Schneelast wird in Deutschland durch die Norm DIN EN 1991-1-3 (2010-12) geregelt. Durch Angabe der Postleitzahl kann die Schneelast am Standort ermittelt werden. Hierfür werden die lokalen Klimadaten und die topographische Höhe des PLZ-Standortes ausgewertet. Weiterhin spielt der Dachaufbau eine Rolle, da z.B. bei einem Steildach der Schnee besser abrutschen kann und die gesamte Konstruktion dadurch ein wenig leichter gebaut werden darf.

Beispiel der Schneelast Solarcarport

In Schneelastzone I bis 500m Höhenlage reicht z.B. eine Schneelast von 75 kN/m² aus (entspricht ca. 18,5 cm Nassschnee oder 70 cm Neuschnee). In Schneelastzone II müssen bei gleicher Höhenlage des Carports bereits 90 kN/m² Schneelast angenommen werden. Einige Anbieter bieten nur die Basis-Schneelast an und verlangen Aufschläge für höhere Schneelastzonen. Der Listenpreis erscheint damit günstig, erhöht sich aber entsprechend der Anforderungen an die Schneelast.

Markteinblick Solarcarport

Ca. 60% der verkauften Carports in Deutschland sind Standardcarports, die als Carportbausatz in Zimmermanns- oder Baumarktqualität geliefert werden. Die verbliebenen 40% der aufgestellten Carports sind individuell geplant und gefertigte Einzelstücke, die meistens von Zimmereien oder Tischlereien als gebaut werden.

Vor allem im Norden Deutschlands hat sich der Carport gegenüber der Garage durchgesetzt. Daher sind die wenigen spezialisierten Carportanbieter im Norden Deutschlands zu finden. Diese haben sich auf die Beratung, Planung, Produktion und Aufstellung von Carports spezialisiert und bieten dem Kunden daher viele Vorteile an. Die Kosten für einen Carport aus der Produktion eines Carportspezialisten sind bis zu 50% günstiger und die Umsetzung ist optimiert und kostengünstig.

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