Archiv der Kategorie: Solarbatterie

Auto überbrücken

Eine der häufigsten Gründe, warum Autos liegenbleiben ist eine entladende Autobatterie. Wenn du den Fahrzeugschlüssel drehst und du bis auf ein leichtes Klacken nichts hörst, liegt der Fehler meistens bei der Batterie. Es ist sehr ärgerlich, wenn der Motor nicht startet.  Nun musst du Starthilfe geben und das Auto überbrücken. Dafür schaltest du die leere Autobatterie mit einer zweiten Batterie parallel und kannst somit die leere Batterie überbrücken.

Hierfür brauchst du einen hilfsbereiten Autofahrer mit einem Fahrzeug und ein Starterkabel. Hier lernst du folgende Punkte kennen:

  • richtig Starthilfe geben
  • Empfehlung nach der Starthilfe
  • Starthilfekabel
  • Starthilfe über Zigarettenanzünder
  • Fazit

Richtig Starthilfe geben

Da es einige Fehlerquellen beim Starthilfe geben gibt, findest du hier eine einfach Anleitung. Möchtest du das Auto überbrücken, führe alle Schritte der Reihe nach mit Bedacht und Ruhe durch.

  1. Prüfe, ob du die Plus- und Minus-Polungen der beiden Batterien erkennen kannst. Teilweise ist die Polung in den Kunststoff eingegossen oder in die Pole eingeschlagen. Säubere ggf. die Batterie.
  2. Prüfe das sich die Karosserien der beiden Autos nicht berühren.
  3. Starte den Motor des Autos, dass Starthilfe gibt.
  4. Schließe das rote Starterkabel an dem Pluspol leeren Batterie an. Die Kabel haben an beiden Enden große Klemmen, mit denen man diese an den Polen festmachen kann.
  5. Schließe das frei Ende des roten Starterkabels an dem Pluspol der vollen Batterie an. Achte darauf mit dem Kabelende kein metallisches Teil des Fahrzeuges zu berühren. Das würde einen Kurzschluss verursachen.
  6. Schließe nun das schwarze Starterkabel an den Minuspol der vollen Batterie an.
  7. Schließe das andere frei Ende des schwarzen Starterkabels an den Minuspol der leeren Batterie an.
  8. Starte den Motor. Sollte das Fahrzeug trotzdem nach ca. 15 Sekunden nicht anspringen, ist die Starthilfe abzubrechen. Nach einer kurzen Pause kann ein weiterer Versuch unternommen werden. Scheint das Auto nur sehr schwer anzuspringen, sollte am Starthilfe gebenden Auto etwas Gas gegeben werden.
  9. Sobald der Motor läuft, gebe einige Sekunden kräftig Gas. Prüfe ob er im Leerlauf ruhig läuft. Schalte nun das Fahrzeuglicht an. Bei Lösen des Starterkabels von der Fahrzeugbatterie können Spannungsspitzen auftreten, die die Fahrzeugelektronik schädigen. Ein laufender Verbraucher reduziert dieses Risiko.
  10. Löse jetzt das schwarze Starterkabel am strom spendenden Auto zuerst.
  11. Löse nun das schwarze Starterkabel am gestarteten Auto.
  12. Löse das rote Starterkabel zuerst am strom spendenden Auto und dann am gestarteten Auto.
  13. Schalte den Verbraucher wieder aus und fahre das Fahrzeug mindestens 10 km. Schalte alle nicht benötigten Verbraucher wie Klimanlage oder Radio aus, um die Batterie maximal zu laden.

Empfehlung nach der Starthilfe

MXS 5 LadegerätNachdem das Auto wieder läuft, muss es für mindestens 10-20 km gefahren werden, um am nächsten Tag wieder selbst starten zu können. Eine kurze Stadtfahrt kann die Batterie nicht laden. Daher ist es sinnvoll mit einem KFZ Ladegerät die Autobatterie daheim vollzuladen. Ein sehr gutes Ladegerät hierfür ist z.B. das MXS 5.0 CTEK*.

Eine häufige Ursache für leere Batterien sind ein hohes Batteriealter und fortgeschrittener Batterieverschleiß. Viele Autobatterie sind nach ca. 5 Jahren zu Ende und sollten ausgetauscht werden. Ansonsten wirst du regelmäßig das Auto überbrücken müssen. Eine lange Batterie-Lebensdauer wird bei häufiger Langsteckenfahrt oder regelmäßiger Vollladung mit einem Ladegerät erreicht.

Daher ist zu prüfen, ob die Autobatterie jetzt ersetzt werden muss. Ist nach einer Vollladung die Batterie erneut innerhalb kurzer Zeit leer, deutet dies auf eine kaputte Batterie hin. Ggf. sollte man einen Fachbetrieb fragen. Eine neue Starterbatterie kann hier günstig auf Amazon*  gekauft werden.

Starthilfekabel

starthilfekabelEin gutes Starterkabel entspricht der DIN-Norm 72553. Damit ist sichergestellt, dass der Kabelquerschnitt, die Isolierung und die Biegsamkeit des Starterkabels qualitativ hochwertigen Standards entsprechen.  Wird ein Kauf beabsichtigt, gibt es weitere Informationen zu günstigen Starterkabel hier*. Achte auf stabile Klemmen, dicken Kabelquerschnitt von ca. 25 mm² und eine ausreichende Kabellänge, um auch bei nicht optimal geparkten Autos Starthilfe geben zu können.

Starthilfe über Zigarettenanzünder

Es gibt passende Zigarettenanzünder-Starthilfekabel zu kaufen. Diese sind komfortabel zum Laden von Zigarettenanzünder zu Zigarettenanzünder einzusetzen.  Man muss ca. 20 Minuten warten, bis sich die leere Batterie etwas voll geladen hat, dann das Kabel entfernen und den Motor starten. Dies funktioniert nur bedingt gut. Der Start des Fahrzeuges über diese meist dünnen Kabel ist zu vermeiden. Es fließen beim Anlasser hohe Ströme über 60 Ampere und der Zigarettenanzünder verträgt diesen Strom nicht. Daher ist der Einsatz von normalen Starthilfekabeln zu empfehlen.

Fazit

Es ist nicht schwer ein Auto zu überbrücken und Starthilfe zu geben. Wichtig ist, das man bedacht und Schritt für Schritt vorgeht. Falls kein Starthilfekabel zur Hand ist, kann ein Auto auch angeschoben werden. Vielleicht steht dein Fahrzeug am Berg und du kannst es herunterrollen lassen und so den Wagen starten.

 

 

Parkplatzsperre

In Städten ist dir dein eigener Parkplatz leider nicht immer sicher. Bist du es leid, dass ständig fremde Fahrzeuge auf deinem Privatstellplatz stehen?

Schluss mit Fremdparkern. Sicher deinen Parkplatz vor unbefugter Nutzung. Eine Parkplatzsperre behindert unbefugte Fahrzeuge an der Zufahrt auf deinen Stellplatz. Parkplatzsperren gibt es als herausnehmbare, umlegbare, versenkbare oder automatische Modelle.

Automatische Parkplatzsperre

Zur Bedienung einer manuellen Parkplatzsperre muss beim Ein- und Ausparken ausgestiegen und die Parkplatzsperre händisch umgelegt werden. Abhilfe schafft hier eine automatische Parkplatzsperre, die bequem über einen Funkhandsender gesteuert wird. So bleibt dein Stellplatz frei von Fremdparkern und du hast zeitgleich allen Komfort.

Solar Parkplatzsperre

Eine solar Parkplatzsperre verfügt über einen wiederaufladbaren Solarakku und ein Solarpanel. Daher ist der Betrieb unabhängig vom Stromnetz und die Montage ist ohne Kabelverlegung mit Bodenschrauben schnell möglich. Der Akku wird durch das Solarpanel ständig aufgeladen. Eine solar Parkplatzsperre läßt sich daher stets komfortabel per Fernbedienung öffnen und entsperren.

Produktempfehlung Solar Parkplatzsperre*

Der verbaute SolarAkku hält bei guter Sonnenbestrahlung ca. 2 Jahre und muss dann ausgewechselt werden. Im Internet kann der Akku für ca. 10-15 Euro problemlos nachgekauft werden. Die Parkplatzsperre arbeitet zuverlässig und der Akku sollte bei unzureichender Sonnenbestrahlung ca. alle 6-10 Wochen einmal für 24 Stunden mit dem mitgelieferten Netzteil aufgeladen werden.solar Parkplatzsperre Insgesamt verlängert das Solarpanel die Ladeintervalle der Parkplatzsperre gut. Die Parkplatzsperre läßt sich aus ca. 15 m mit den beiden Fernbedienungen zuverlässig steuern. In ca. 5 Sekunden fährt die Sperre hoch bzw. runter und ermöglicht schnelles Parken ohne Auszusteigen. Die Montage erfolgt über drei Bodenschrauben. Ein abschließbares Metallgehäuse ist durch ein Schloss vor Fremdzugriff gesichert und schützt den Mechanismus und die Batterie. Eine kleine Alarmsirene ertönt, sobald jemand versucht den Parkbügel mit Gewalt herunterzudrücken. Rundum also eine effektive Sicherung für deinen privaten Stellplatz.

Fazit

Zuerst sei gesagt, dass die Parksperren ihren Zweck erfüllen und den Alltag ungemein erleichtern. Die Solartechnik spielt ihre Stärke aus und verlängert die Akkulebensdauer und Ladezyklen. Alternativ gibt es auch viele manuelle Auführungen an Parkplatzsperren. Auf Amazon bekommst du einen guten Überblick* über das aktuelle Marktangebot.

Maulwurfschreck

Maulwürfe graben Tunnel durch Gärten und kommen daher in Konflikt mit uns Gartenbesitzern. Wir mögen unsere schönen Rasenflächen und Beete und wollen uns diese nicht von einem Maulwurf umgraben lassen. Der Maulwurf frisst zwar keine Wurzeln, aber wirft viele Maulwurfshügel auf und verstört damit das Gartenbild. Eine Möglichkeit der erfolgreichen Maulwurfbekämpfung ist ein Maulwurfschreck. Hier lernst du alles für den erfolgreichen Einsatz eines solchen Gerätes.

Geschützte Tierart

Was viele Menschen überrascht, ist das der europäische Maulwurf unter Artenschutz steht. Es ist verboten ihn zu jagen oder zu fangen. Erlaubt ist jedoch, den Maulwurf mit Lärm oder mit Gestank zu vertreiben. Hier setzt der Solar Maulwurfschreck an. Denn der fast blinde Maulwurf besitzt einen ausgeprägten Gehör- und Geruchssinn.

Was musst man über einen Maulwurf wissen?

  1. Der Maulwurf steht unter Artenschutz und darf nicht getötet werden
  2. Ein Maulwurf frisst Insekten und Würmer und keine Wurzeln
  3. Maulwurfs-Weibchen bringen Ende April bis Anfang Juni ihre Jungen zur Welt. In dieser Zeit kann die Mutter mit den Jungtieren nicht umziehen und es sollte dem Tierschutz zu liebe auf Maufwurfvertreiber verzichtet werden. Ein Maulwurfsschreck hat in dieser Zeit nur bei Junggesellen Erfolg. Daher sollten die Maulvertreiber nur zwischen Anfang August bis Ende Mai eingesetzt werden.
  4. Ein Maulwurf kann sich an die Schallwellen gewöhnen. Daher ist es z.B. sinnvoll den solar Maulwurfschreck für einen Tag in der Woche abzuschalten.
  5. Bei feuchtemwarmen Wetter hält sich die Maulwurfsbeute (Maden, Würmer, Insekten etc.) und damit auch der Maulwurf in der obersten Bodenschicht auf. Daher fallen uns in dieser Zeit die Maulwurfsaktivitäten besonders auf.

Wie wird ein solar Maulwurfschreck richtig eingesetzt?

MaulwurfschreckDie Reichweite eines Maulwurfschrecks beschränkt sich je nach Bodenbeschaffenheit und Durchwurzelung auf einen Radius von 5-15 Metern. Es empfiehlt sich der Einsatz von mehreren Maulwurfvertreibern gleichzeitig. Dabei darf der Maulwurf nicht eingekreist werden, sondern sollte eine beruhigte Fluchtzone vorfinden. Sobald er umzieht, kann der Maulwurfschreck nachgezogen werden. Schrittweise wird der Maulwurf Richtung Grundstücksgrenze geführt.

Normalerweise dauert es bis zu 2 Wochen bis der Maulwurf weiterzieht. Dauert es länger als 3 Wochen, so sind folgende Punkte zu prüfen.

  • Ist der akustische Ton hörbar?
  • Ist der Standort des Maulwurfschrecks eventuell schlecht gewählt? Wurzelwerk und sandiger, lockerer Boden verhindern eine gute Schallübertragung im Boden. Lehmiger und nasser Boden sorgt für eine optimal Wirkungsweise des Maulwurfschrecks.
  • Ist der solar Maulwurfschreck gut in den Boden gesteckt? Bohre eventuell das Loch mit einem Stock vor und setze den Maulwurfschreck tief in die Erde. Verfestige die Erde um ihn herum. Auch das Angießen mit Wasser hilft.
  • Ist es ein Maulwurfs-Weibchen mit Nachwuchs? Diese kann mit den hilflosen Babies den Bau für mehrere Wochen nicht verlassen. Auf Maulwurfbekämpfung ist hier aus Tierschutzgründen zu verzichten.
  • Eventuell hat sich der Maulwurf auch an das störende Geräusch gewöhnt. Schalte das Gerät ab und zu für einen Tag ab, um einen Gewöhnungseffekt zu vermeiden.

Fazit der Maulwurfbekämpfung mit Maulwurfschreck 

MaulwurfbekämpfungDer Erfolg eines Maulwurfsschrecks hängt von mehreren Faktoren ab. Je nach Bodenbeschaffenheit und Bewuchs verändert sich die Reichweite der Geräte. Solarbetriebene Maulwurfschrecks besitzen neben einem kleinen Akku auch ein Solarpanel. Damit bleibt die Batterie länger voll und die Signale sind länger und lauter im Boden hörbar.

Die Geräte können ebenfalls gegen Wühlmäuse eingesetzt werden. Teilweise dauert es einige Wochen bis der Maulwurf aufgibt. Der Einsatz von mehreren Geräten ist sinnvoll, da so eine größere Fläche beschallt wird und man die Maulwurfvertreiber schrittweise umstecken kann. Mit etwas Geduld, Respekt vor dem Tier und guter Beobachtungsgabe kann man gute Erfolge mit einem Maulwurfschreck erzielen. Hier kannst du einen guten Maulwurfschreck* günstig online kaufen.

 

Solar Spielzeug

Es ist eine gute Idee unseren Kindern mit Solarspielzeug das Thema der Erneuerbaren Energien näher zubringen. Es gibt mittlerweile von verschiedenen Herstellern Solarbausätze, Solarmodelle und anderes grünes Spielzeug zu kaufen. Dieses gute und pädagogisch wertvolle Solar Spielzeug lässt Kinder spielerisch den Umgang mit Sonnenenergie, Elektrizität und Umweltschutz erlernen. Mit einem solar Spielzeug ist für Kinder nachvollziehbar, wie Sonnenenergie in Strom umgewandelt wird und z.B. damit ein Elektroauto angetrieben wird.

kleine Anmerkung:
Da bei den Solarspielzeugen nur kleine Solarmodule mit schwacher Leistung eingesetzt werden, ist die Funktion meist nur bei direkter Einstrahlung einer starken Lampe oder direkter Sonne gegeben.

Produktempfehlung

Ravensburger – ScienceX Faszination Elektroauto*

solarautobausatzDieses Solarspielzeug beinhaltet 8 spannende Experimente für Kinder ab 8 Jahren. Kinder lernen das Thema Elektroauto, Elektromotor und Solarenergie kennen. Man fängt an mit einfachen Experimenten und bringt z.B. eine Glühlampe mittels Solarstrom zum Leuchten. Das Highlight ist ganz klar das Elektroauto. Die Anleitung des Solarbaukastens ist ausführlich und gut verständlich. Für die kleinen Schrauben ist teilweise etwas Unterstützung der Eltern notwendig. Auch als Erwachsender kann man hier noch die ein oder andere Sache zum Thema Solaranlage und Elektroautos hinzulernen- ein tolles Produkt an dem nicht nur Kinder Spass haben.

Fischertechnik – Solarspielzeug*

solarspielzeugDieses Solarspielzeug beinhaltet 3 spannende Grundmodelle für Kinder ab 7 Jahren. Es kann ein Hubschrauber, ein Airboat und ein Ventilator gebaut werden. Kreative Kindern können viele Modifikationen der 3 Grundmodelle zusammenbasteln. Die Solarzelle braucht helles Tageslicht um zu funktionieren.
Der Solarbausatz ist robust und der Motor dreht einwandfrei. Die Anleitung ist verständlich geschrieben. Zusammenfassend ein qualitativ hochwertiges Produkt das Kinder spielerisch in Kontakt mit erneuerbaren Energien bringt.

Kosmos – Strom-Generator*

solar spielzeugDieses Spielzeug beinhaltet 11 spannende Modelle für Kinder ab 8 Jahren. Es können Autos, Arbeitsmaschinen, Flugzeug, Raumstation, Taschenlampe und ein Stromgenerator gebastelt werden. Auch dieser Experimentierkasten ist sinnvoll für alle neugierigen, technisch interessierten Kinder. Es gibt kein Solarmodul in diesem Spielset, aber es ist sicherlich ein grünes Spielzeug, welches das Thema Stromgenerator, Batterie und Elektrizität spielerisch näherbringt. Kosmos bietet auch ein Windrad Spielzeug und ein Elektroauto Spielzeug an.

Die Solar Spielzeuge lassen sich über die Links kostengünstig auf Amazon erstehen.

Anleitung zur Dimensionierung einer Inselanlage

In diesem Artikel geht es um die Auslegung einer Inselanlage mit Photovoltaik, Solarakku und Laderegler. Solch eine 12V Solaranlage wird üblicherweise in Wohnmobilen, Gartenhäusern, Booten und Entwicklungsländern für die ländliche Elektrifizierung eingesetzt.

Hier findest du eine kleine Anleitung. So kannst du deine eigene autarke Solaranlage schnell berechnen. In diesem Artikel lernst du folgende Punkte:

  • mobile und stationäre Inselanlagen
  • Reisegewohnheiten
  • Reiseregion
  • Nutzungzeit
  • Autarkiezeit der Solaranlage
  • Schritt 1: Berechnung des Energiebedarfs der Inselanlage
  • Schritt 2: Auslegung des Solargenerators
  • Schritt 3: Auslegung der Solarbatterie
  • Fazit

Welche Inselanlage ist die richtige?

Es ist nicht leicht aus der großen Auswahl an Komponenten die passende Solaranlage für ein gut funktionierendes Inselsystem zusammenzustellen. Je nach benötigter Leistung der Verbraucher, der Nutzungszeiten und des Sonnenangebots werden unterschiedliche Solaranlagen-Sets benötigt.  Bevor du dich an die Auslegung der einzelnen Komponenten wie Photovoltaikmodul, Solarbatterie und Laderegler machst, sollten du einige grundsätzlichen Punkte klären.

Mobile oder stationäre Inselanlage

Eine stationäre Inselanlage ist ortsfest in einer Alpenhütte, einem Gartenhaus oder einer Ferienhütte aufgebaut. Da sich die Solaranlage an einem festen Standort steht, können für die Berechnung Strahlungsdaten der Sonne herangezogen werden.

Eine mobile Inselanlage ist auf einem Wohnmobil, einem Boot oder einem Bus montiert. Je nach aktuellem Aufenthaltsort der mobilen Solaranlage variieren das Strahlungsangebot der Sonne. Bevor man sich für eine mobile Solaranlage entscheidet, sollte man sich kurz Gedanken über die persönlichen Reisegewohnheiten, Reiseregionen und Reisezeiten machen.

Reisegewohnheiten (relevant für Solaranlage Wohnmobil)

Deine Reisegewohnheiten haben einen Einfluss auf deine Wohnmobil Solaranlage.

  • Fährst du regelmäßig Campingplätze an, so kannst du dort deinen entladenen Solarakku aufladen.
  • Bleibst du für viele Tage ohne Stromanschluss, so benötigst du natürlich eine größere Wohnmobil-Solaranlage.
  • Fährst du jeden Tag ein paar Stunden weiter, so kannst du über die Lichtmaschine deine Solarbatterien laden.

Reiseregion (relevant für Solaranlage Wohnmobil)

Reiseregionen haben von Nord nach Süd höchst unterschiedliche Sonneneinstrahlungen. Daher hat der aktuelle Standort einen Einfluss auf den Ertrag deiner Wohnmobil Solaranlage.

  • Bist du mit deinem Wohnmobil bevorzugt im Süden Europas unterwegs, so kannst du auf satte Solarerträge zählen.
  • Umso nördlicher du fährst, umso schwieriger wird es dich unabhängig mit deiner Wohnmobil Solaranlage zu versorgen. Es  herrscht ein wesentlich geringeres Strahlungsangebot und deine Wohnmobil Solaranlage muss größer ausfallen.

Nutzungszeit

Benutzt du dein Inselanlage nur im Sommer oder z.B. auch im Winter? Dein Nutzungsprofil hat einen Einfluss auf die Größe deiner Solaranlage.

  • Im Frühling und Herbst ist der Sonnenstand tiefer und das Sonnenangebot geringer als  im Sommer. Bei sparsamen Energieeinsatz kommt man in Mitteleuropa mit einer Photovoltaik-Inselanlage gut durch diese Jahreszeiten.
  • Im Winter ist es fast unmöglich sich in Mitteleuropa mit einer Solaranlage autark zu versorgen. Du hast in Mitteleuropa in der Sommerzeit im Vergleich zum Winter ca. das 10x fache Sonnenangebot. Deine Inselanlage wäre im Sommer also 10 fach überdimensioniert!
  • Beachte das du im Frühjahr, Herbst und Winter meist einen höheren Energieverbrauch hast.
  • Eine Solaranlage im Gartenhaus wird oftmals nur am Wochenende benutzt. Das Solarpanel kann also über die Werktage die Solarbatterie sicher voll laden. Meist reicht das etwas kleinere Solarmodul für die Energieversorgung in diesem Fall aus.

Autarkiezeit der Inselanlage

In einem Inselsystem kann jederzeit der Fall eintreten, dass die Sonne mehrere Tage nicht scheint. In solchen Schlechtwetterperioden entnimmst du der Solarbatterie weiterhin jeden Tag Energie, ohne das die Solarmodule Energie in den Solarakku hineinladen. Daher wird die Solarbatterie so dimensioniert, das du mehrere Tage deine Verbraucher weiter betreiben kannst. Eine zentrale Frage für die Systemauslegung ist also: Wie lange willst du unabhängig von Schlechtwetterperioden ohne Sonnenschein sein?

  • Normalerweise beträgt die Autarkiezeit in einem kleinen Inselsystem für Wohnmobile oder Gartenhäuser drei Tage.
  • Längere Autarkiezeiten erfordern größere Solarbatterien und kosten Geld.
  • In Wohnmobilen limitiert das hohe Gewicht der Bordbatterien und das Platzangebot die Größe der Batteriebank.
  • Um so größer deine Batteriekapazität ist, umso größer ist deine Autarkiezeit und umso länger deine unabhängigen Standzeiten.
  • Wie wichtig ist dir die Versorgungssicherheit mit Energie? Wenn dein Leben an der Stromversorgung hängt, lohnt sich eine hohe Autarkiezeit oder die zusätzliche Absicherung mit einem Dieselgenerator oder Brennstoffzelle.
  • Bist du flexibel und lernst deinen Verbrauch nach dem Sonnenenergieangebot und deinem Batterieladezustand auszurichten, so wirst zu bereits mit einer kleinen Solaranlagen in deinem Inselsystem viel Freude haben.
  • Energieeffiziente Verbraucher und sparsamer Energieeinsatz tragen wesentlich dazu bei, die Kosten für die Solaranlage gering zu halten.

Schritt 1: Berechnung des Energiebedarfs der Inselanlage

Je nach Anzahl deiner eingeschalteten Verbraucher und deinen Nutzungsdauer ändert sich dein Energiebedarf. Wichtig für es einen Überblick über deinen generellen Verbrauch zu haben. Du kannst hierfür deine Verbraucher und Nutzungszeiten pro Tag zu einem Tagesbedarf zusammenfassen.

Möchtest du jetzt deinen Verbrauch berechnen, so musst du zuerst die Leistung deiner Geräte in Erfahrung bringen. Jeder Gerät hat ein Typenschild auf dem die Leistung in Watt vermerkt ist.

Gehe wie folgt vor:

  1. Notiere alle Stromverbraucher inkl. der Leistung in Watt
  2. Notiere für jedes Gerät die tägliche Einschaltzeit in h
  3. Berechne jetzt für jedes Gerät den täglichen Energiebedarf (Leistung in Watt x tägl. Einschaltzeit in h = Energieverbrauch in Wh)
  4. Summiere den täglichen Energiebedarf aller Geräte -> diese Energiemenge in Wh muss deine Solaranlage jeden Tag bereitstellen
  5. Berechne die Spitzenleistung (Summiere die Leistung in Watt aller Geräte, die maximal gleichzeitig in Betrieb sind)

Wähle den Laderegler später so, dass er die Spitzenleistung verträgt. Falls du neben deinen 12V Geräten auch 230V Geräte in der Inselanlage betreiben möchtest, so benötigst du hierfür einen Wechselrichter bzw. Spannungswandler. Ein Teil deiner Spitzenleistung wird also direkt über den Spannungswandler geleitet. Hierbei fallen ca. 10-15% Wechselrichterverluste an.

Schritt 2: Auslegung des Solargenerators

Ein Solarmodul erreicht seine Nennleistung unter realen Bedingungen nur selten, da Temperatur, Strahlungswinkel und Verschmutzung die Leistung reduzieren.

Folgende vereinfachte Schritte sind notwendig um die Leistung des Solargenerators zu berechnen.

  1. Bereitstellung der Strahlungsdaten am Inselanlagen Standort
  2. Ausrichtung und Neigung der Solaranlage festlegen
  3. Korrekturfaktoren und Systemverluste festlegen
  4. Leistung der Solaranlage berechnen

Diese Anleitung ist im folgenden einfach gehalten. Eine ausführliche Berechnung einer kleinen Inselanlage würde den Rahmen sprengen und die meisten Leser nicht interessieren.

Solaranlage Wohnmobil:

  1. Strahlungsdaten variieren stark je nach aktuellem Standort
  2. Ausrichtung nach der Himmelsrichtung variiert je nach Stellplatz oder Fahrtrichtung, die Neigung der Solarpanels ist meist waagerecht – da auf Wohnmobildach montiert.

Folgende Erfahrungswerte geben Auskunft über den Ertrag eines horizontalen Solarpanels auf dem Wohnmobil. Ein 100 W Solarpanel erzeugt in Deutschland an einem sonnigen Wintertag ca. 50 Wh und im Sommer 420 Wh Solarenergie. Im Frühjahr und Herbst bringen 100 W Solarmodul horizontal auf einem Wohnmobildach im Schnitt 230 – 330 Wh pro Tag. Diese Angaben verstehen sich inkl. der Systemverluste, wie Kabelverluste, Einstrahlungswinkel, Temperatur, Verschmutzung etc..

Beispiel:

Bei einem täglichen Energiebedarf von 600 Wh im Wohnmobil benötigst du für die vollständige Versorgung in Deutschland:

  • im Sommer ca. 140 Watt installierte Solarmodul-Leistung
  • im Frühling und Herbst ca. 200 Watt installierte Solarmodul-Leistung
  • im Winter ganze 600 Watt installierte Solarmodul-Leistung

Bei Reisen nach Südeuropa kann man von ca. 50% Mehrertrag ausgehen. Bei Reisen nach Nordeuropa sind es ca. 50% weniger Sonnenertag. Dies sind grobe Richtwerte, um ein Gefühl für das Solaranlage im Wohnmobil zu entwickeln.

Eine genaue Berechnung ist bei Wohnmobil Solaranlagen also wenig aussagekräftig, sondern viel mehr sind die Erfahrungswerte von Campern von verschiedenen Regionen und Reisezielen heranzuziehen. Da unser Wetter bekanntlich nicht zu beeinflussen ist, benötigst du natürlich auch ein wenig Glück beim Reisen mit deiner Solaranlage.

Solaranlage Gartenhaus:

Bei einem Gartenhaus ist prinzipiell eine genau Berechnung des Solargenerators möglich. Da diese Berechnung den Rahmen dieses Blogs sprengen würde, verweisen wir auf existierende Exceldateien und Software mit ausführlichen Berechnungsmodellen.

Als grobe Orientierung für die Leistungsfähigkeit einer Gartenhaus Inselanlage: Die Ausrichtung des Solargenerators zeigt optimaler weise direkt nach Süden.  In Deutschland ist eine Neigung von 30° gut geeignet, um im Frühling und Herbst einen optimalen Solarertrag zu ernten. Dafür leidet zwar der Solarertrag im Sommer minimal, aber es steht meist eh ein Überangebot an Solarenergie zur Verfügung.

Diese Erfahrungswerte geben Auskunft über den zu erwartenden Ertrag eines bei 30° Neigung und Süd-Orientierung  in Deutschland installierten Solarpanels auf dem Gartenhaus. Ein 100 W Solarpanel an einem sonnigen Wintertag erzeugt ca. 60 Wh und im Sommer 400 Wh Solarenergie. Im Frühjahr und Herbst bringen 100 W Solarmodul horizontal auf einem Gartendach im Schnitt 280 – 380 Wh pro Tag. Diese Angaben verstehen sich ebenfalls inkl. der Systemverluste, wie Kabelverluste, Einstrahlungswinkel, Temperatur, Verschmutzung etc..

Schritt 3: Auslegung der Solarbatterie

Egal ob AGM, Gel oder Panzerplattenbatterie – die Solarbatterie basiert meistens auf der Blei-Säure Technologie. Bleisäurebatterien sind anfällig gegenüber Tiefentladung. Der Tiefentladeschutz des Solarreglers trennt daher bei einer Entladung von ca. 10,5V den Solarakku von den Verbrauchern.  Damit sind nur 70% der Nennkapazität der Solarbatterie für die tägliche Be- und Entladung aktiv nutzbar.

Im Schritt 1 wurde der durchschnittliche Tagesverbrauch in Wh berechnet. Da während Schlechtwetterperioden die Solaranlage keinen Ertrag bringt, muss in dieser Zeit der Energiebedarf allein von dem Solarakku geliefert werden. Normalerweise wird von einer Autarkiezeit von 3 Tagen ausgegangen. Das gibt dir im Verbrauch ein wenig Spiel und du kannst kurze Schlechtwetterperioden überbrücken.

Die Formel lautet:

Batteriekapazität = Tagesbedarf in Wh x 3 Tage Autarkiezeit x 1,4 / 12 Volt

Faktor 1,4: Überdimensionierung der Batterie, da nur 70% der Nennkapazität nutzbar

Beispiel:

600 Wh durchschnittlicher Tagesbedarf x 3 Tage Autarkiezeit = 1800 Wh Speichergröße
1800 Wh Speichergröße x 1,4 = 2520 Wh
2520 Wh / 12V = 210 Ah Batteriekapazität bei 12 V Systemspannung

Du wählst eine Solarbatterie mit 210 Ah (C20) und kannst damit deinen Tagesbedarf ohne Tiefenentladung 3 Tage decken.

Ein weiterer Vorteil der Autonomiezeit ist, das deine Batterie jeden Tag nur um 23% gezykelt wird. Ohne Autonomiezeit wird die Batterie jeden Tag um 70% ihrer Nennkapazität gezykelt und schnell verschleissen. Je geringer die tägliche Zyklentiefe, je länger die Lebensdauer der Batterie und je größer die Lebensdauerentnahme aus der Batterie.

Fazit

Letztendlich ist jedes Inselsystem in seinen Anforderungen einzigartig. Optimaler weise lädt deine Solaranlage deine Batterie im Tagesverlauf immer wieder vollständig auf, so dass die verbrauchte Energie des Vorabends wieder vorhanden ist.

Nun kennst du einige wichtige Punkte für die Bestimmung deiner Inselanlage. Gerade bei kleinen Inselanlagen ist eine Auswahl basierend auf Erfahrungswerten sinnvoll. Leider gibt es kaum Standards im Markt. Für den Endverbraucher ist daher ein objektiver Vergleich zwischen den Komplettsets oder den einzelnen Komponenten wie Laderegler, Solarakku und Solarpanel schwierig. Auf dieser Seite findest du weitere Anleitungen und Tipps, damit du deine perfekte Solaranlage findest.

Wie und wo kaufe ich mein Wohnwagen Solarset?

Viele Womo-Fans rüsten ihre Wohnmobile mit Solarsystemen aus. Es gibt mehrere Wege sich eine solche Solaranlage nachzurüsten. Im folgenden findest du 3 Optionen, um an eine Solaranlage für dein Wohnmobil zu kommen.

Option 1: Kauf und Montage der Solaranlage beim lokalen Wohnmobilhändler

Diese Lösung ist sehr komfortabel und teuer. Der Wohnwagenhändler bietet meist sehr hochwertige und teuere Komplettsets der Marken Büttner Elektronik oder Reimo an.
Da viele Wohnwagenfreunde gute Handwerker sind, lassen sie sich den Einbau der 12V Solaranlage nicht entgehen.

Option 2: Kauf eines Wohnwagen Solarset und eigenständige Montage

Bei dieser Option kannst du selbst am Wohnmobil rumschrauben. Du weißt genau, wo was wie montiert ist. Beim Kauf sparst du dir zusätzlich einiges an Geld. Denn es gibt ein paar Onlineshops wie Amazon, die Solarsets für Wohnwagen* anbieten. Diese Komplettsysteme bestehen meist aus hochwertigen Materialien und sind preislich einige 100 Euro günstiger, als die Marken-Komplettsets der führenden Wohnmobilausstatter. Es macht also durchaus Sinn, sich mit dem Thema selbst zu beschäftigen.

Ein Vorteil des Solarsets ist, das alle Bauteile wie Solarpanel, Laderegler und Verkabelung bereits aufeinander angepasst sind. So musst du keine Zeit mit Details verschwenden, sondern kaufst eine funktionierende Solaranlage. Weiterhin sind solche Sets über die Zeit optimiert worden und kommen mit Montageanleitung.

Achte vor allen bei dem Laderegler auf ein Markengerät. Gute Firmen sind hier z.B. Steca, Phocus, Victron, Votronic oder Morningstar. Da der Solarladeregler das “Herz” der Anlage ist, kann ein schlechter Solarregler die Lebensdauer der teuren Bordbatterie verkürzen.

Achte beim Kauf des Solarsets darauf, ob der Verkäufer einen telefonischen Support bietet und seinen Standort in Deutschland, Österreich oder der Schweiz hat. Denn anders als beim Wohnwagenhändler hast du beim Onlinekauf keine “lebende” Beratung, sondern eben Informationsseiten wie diese.

Option 3: Kauf der einzelnen Komponenten mit Eigenmontage

Dies ist die Variante für fortgeschrittende Bastler. Sobald du besondere Anforderungen an deine 12V Solaranlage hast, macht es Sinn, die Komponenten wie Laderegler, Bordbatterie und Solarpanel einzeln zu kaufen. So kannst du genau den Laderegler und das Solarmodul wählen, dass du für deine Abmessungen brauchst. Vielleicht hast du auch bereits ein Solarmodul und benötigst kein vollständiges Solarset. Die einzelnen Bauteile kaufst du am günstigsten online.

Fazit

Egal für welche Option du dich entscheidest, am Ende muss die Anlage funktionieren und dir Freude auf deinen Reisen bereiten. Je nach Gusto und Geldbeutel kannst du zwischen 100 und 1500 Euro für deine Solaranlage für deinen Caravan ausgeben. Wir wünschen dir viel Spaß auf deinen Reisen.

 

 

 

5 aktuelle Fragen zu Solar Laderegler

Finde in diesem Beitrag wichtige Antworten zu häufigen Fragen rund um Solarladeregler. Wir möchten das du vor dem Kauf die verschiedenen Laderegler kennenlernst und das für dich richtige Produkt auswählst.

Was ist ein einfacher Solarladeregler?

Die ersten solar Laderegler sind einfache spannungsgesteuerte Schalter, die den PV-Generator trennen, wenn eine bestimmte Spannung erreicht ist. Wenn die Spannung auf ein tieferes Niveau abfällt, wird das Solarmodulfeld wieder zugeschaltet. Diese Controller schützte die Akkus vor Überladung. Er ist aber waren nicht in der Lage, den dreistufigen Ladezyklus wie von Batterieherstellern vorgeschrieben, durchzuführen. Diese einfachen Solarladeregler beherrschen die Stellgröße “on” oder “off” und sind nur für sehr kleine Solaranlagen mit 10-20 Watt Solarleistung zu empfehlen.

Was ist ein PWM Laderegler und wann setze ich ihn in meinem Solarsystem ein?

Der pulsweitenmodulierte (PWM) Laderegler ermöglicht das dreistufige Laden einer Solarbatterie in einem Inselsystem. Bei dieser Technologie wird der Ladestrom mit Hochfrequenzimpulsen durch das Variieren der Länge der Impulse an den Ladezustand der Batterie angepasst.

Wenn die Batterie entladen ist, detektiert die PWM-Steuerung dies über die Batteriespannung und liefert den vollen Strom (Bulk-Ladung).

Wenn die Batterie voller wird tritt die nächste Ladestufe ein. Der solar Laderegler hält die Batteriebank Spannung für eine Zeit konstant und der Strom sinkt bei immer voller werdender Batterie ab (Absorption-Ladung).

Ist die Batterie voll geladen, hält der PWM Regler die Batterie voll (Float-Ladung). Die Batterie erhält gerade genug Strom, um sich bei konstanter Ladeendspannung zu halten. Es wird verhindert, dass die Batterie kocht und eine übermäßige Gasentwicklung auftritt.

Was ist ein MPPT Laderegler und welche Vorteile bringt er in einem Inselsystem?

MPPT steht für Maximum Power Point Tracking. Der MPP Tracker passst die Leistung der Solarmodule auf die Batteriespannung dynamisch an. Unter bestimmten Bedingungen z.B. an kalten oder bewölkten Tagen mit diffusem Licht sind Energiegewinne gegenüber einem normalen 12V Laderegler in Höhe von bis zu 35% möglich.

MPPT Laderegler haben einen weiteren großen Vorteil. Sie erlauben eine höhere Eingangsspannung auf der Photovoltaikseite. Dadurch können Solarmodule in Reihe geschaltet werden. Du benötigst kleinere Leiterquerschnitte und kannst längere Strecken von dem Solarmodulfeld zur Batterie überbrücken. von der Anordnung zur Steuerung. Mit einem MPPT Laderegler können günstigere Standardsolarmodule mit größeren Nennspannungen in 12V Inselsystemen verwendet werden.

Ein MPPT Laderegler macht bei Inselanlagen mit einer Solarleistung ab ca. 250 Watt Sinn. Er ist dort sinnvoll einzusetzen, wo die Batterie oft stark entladen wird und er seine Stärke beim Bulk-Laden ausspielen kann. Bei kleineren Anlagen stehen seine Mehrkosten in schlechtem Verhältnis zu den Vorteilen. Er beherrscht mehrstufige Ladeverfahren wie der PWM Regler.

Muss ich meinen Solarladeregler auf meinen Batterietypen einstellen?

Ja, das ist sehr wichtig. Dein Laderegler muss passend zu deinem Batterietyp eingestellt werden. Die Reglersollwerte für alle drei Ladestufen müssen auf die richtigen Spezifikationen für den Batterietyp eingestellt werden.

Flüssige Bleibatterien erfordern eine regelmäßige Gasungsladung. Dies ist eine zeitlich kontrollierte Überladung, die Sulfatablagerungen aufbricht und geschichtetes Elektrolyt vermischt. Dadurch erhöht sich die Batterielebensdauer der Flüssigbatterie. Diese Gasungsladung wird Gelbatterien oder AGM Batterien sehr schnell austrocknen lassen und damit zerstören. Achte daher sehr genau auf die richtige Batterieeinstellung am Laderegler.

Kann ich mein Solarmodul ohne Laderegler auf eine Batterie anschließen?

Ja, in einigen Fällen kannst du ein Solarmodul direkt auf die Batterie laden lassen. Dies ist möglich, wenn dein Solarmodul im Verhältnis zur Batterie sehr klein ist. Mit einem 3W Solarmodul wirst du z.B. eine 150 Ah Batterie nicht zum gasen bringen. Daher kannst du auf einen Laderegler (und damit dem Überladeschutz) verzichten, solange du keinen Tiefentladeschutz benötigst.

KFZ Ladegerät

Es passiert uns allen. Vielleicht hast du dein Licht vergessen auszuschalten oder deine Autobatterie ist älter und beginnt seine Kapazität zu verlieren. Egal warum, es ist keine angenehme Erfahrung mit leerer Batterie irgendwo festzuhängen. Eine leere Autobatterie ist die häufigste Pannenursache auf deutschen Straßen. Gerade im Winter gibt die Batterie oft den Geist auf und läßt dich auf der Straße frieren. Mit einem Batterie-Ladegerät kannst du deine Auto- oder Wohnmobilbatterie regelmäßig aufladen und warten. Dadurch erhöhst du die Lebensdauer deiner Batterie erheblich und vermeidest es auf der Straße stehenzubleiben.

Der Zubehörhandel auf Amazon bietet intelligente Batterieladegeräte zu günstigen Preisen an. Auf dieser Seite findest du Infos und Spezialwissen über Auto-Batterie-Ladegeräte. So findest du das beste Ladegerät und kaufst keinen Müll.

Batterieladegereat: Auf was muss ich achten?

Nicht alle Autobatterie-Ladegeräte bieten die gleichen Funktionen, Batterie-Kompatibilität und Ladekurven. Du solltest ein Ladegerät nutzen, dass deine Batterietypen sicher und schnell aufladen kann.

Batterietypen

In Autos sind zwei Batterietypen mit unterschiedlichen Ladekurven zu finden. Alle neueren Autos der letzten 10 Jahre nutzen meistens AGM Batterien. Ältere Autos besitzen oft klassische Blei-Säure Nassbatterien. Die meisten Ladegeräte können alle Batterietypen laden (nass, AGM und Gel). AGM und Gelbatterien vertragen keine Gasungsladung. Daher muss der Batterietyp vor Ladung am Ladegerät manuell eingestellt werden. Die Batterietypenbezeichnung ist meist auf der Batterie aufgedruckt.

Ladeerhaltung

MXS LadegerätSobald die Batterie voll geladen ist, schaltet ein modernes Ladegerät in den Ladeerhaltungsbetrieb. Mit kurzen Ladepulsen wird somit die Batterie voll gehalten. Wird eine Nassbatterie lange am Ladegerät gelassen, wird ca. alle 30 Tage die Flüssigsäurebatterie für kurze Zeit in die Gasungsladung geführt. Die Batterie blubbert und das Elektrolyt wird umgewälzt und die Säureschichtung aufgebrochen. Hast du einen falschen Batterietyp gewählt, so kann deine AGM oder Gelbatterie durch die Gasungsladung ausgetrocknet werden. Du kannst hier leider kein destilliertes Wasser nachfüllen. Daher achte immer auf deinen Batterietyp und die richtige Einstellung deines Ladegerätes.

Schnellladefähigkeit

Die geläufigen KFZ Ladegeräte für den Privatanwenderbereich können Ladeströme von ca. 7-10 Ampere liefern. Diese hohen Ströme nimmt eine leere Batterie an. Sobald die Batterie voller geladen ist, akzeptiert sie nur sehr kleine Ladeströme. Daher dauert die Vollladung der letzen 20% einer Bleibatterie, genauso lange wie die ersten 70%. Ein Schnellladegerät für Bleisäurebatterien benötigt für eine Vollladung ca. 8 Stunden.

Einige Ladegeräte können aber keine hohen Ladeströme liefern. Diese Laderegler nennt man Erhaltungsladegerät und sie eignen sich zum Überwintern der Bordbatterie von Wohnwagen oder Booten. Für das schnelle Aufladen einer leeren Autobatterie über Nacht sind sie nicht geeignet. Es dauert einige Tage bis eine große Autobatterie voll geladen ist.

Achte daher auf den maximalen Ladestrom des Gerätes. Oft wird für das Ladegerät eine maximale zu ladende Batteriekapazität mit angegeben (z.B. 110Ah).

Temperaturregelung

Die Batteriechemie verändert sich mit den Umgebungstemperaturen. Daher besitzen gute Ladegeräte eine Temperaturkompensation. Die Ladekurven werden entsprechend der aktuellen Temperatur angepasst. Diese Funktion sollte ein modernes Ladegerät mitbringen. Achte daher bei Kauf darauf.

Bauweise

Die praktischte Bauweise ist es wenn das Ladegerät kompakt in das Ladekabel integriert ist. Die Bauart als Tischgerät ist weniger flexibel und mobil. Achte auch auf die Schutzklasse des Gerätes. Für due Nutzung im KFZ Bereich und für den Einbau im Trockenraum des Fahrzeugs ist die Schutzklasse IP65 zu empfehlen.

Sicherheitsmerkmale

KFZ-Ladegeräte haben eingebaute Sicherheitsmaßnahmen. Ein modernes Ladegerät ist verpolungssicher, kurzschlussfest und funkengeschützt. Achte beim Kauf auf diese wichtigen Sicherheitsfunktionen.

Fazit

MXS 5 LadegerätKFZ-Ladegeräte sind wichtig für die Batteriepflege und eine lange Lebensdauer deiner Batterien. Gerade im Winter und bei viel Kurzstrecke verhinderst du mit einer monatlichen Netzladung stehenzubleiben. Sobald du ein Fahrzeug oder Boot hast, das du im Winter stilllegst, solltest du die Batterie alle 2-3 Monate vollladen. Gerade bei hochwertigen Solarbatterien und Bordbatterien in Wohnmobilen macht ein Netzladegerät Sinn und sorgt für eine lange Freude an deiner Batterie.

 

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USB Solarladegerät

In diesen Tagen, ist es schwer sich das tägliche Leben ohne Handy oder Smartphone vorzustellen. Von Anrufen, Fotos zu E-Mails, Musik oder GPS Karten – unsere Handys machen uns das Leben leichter und sie sind extrem nützlich im Urlaub, auf Wanderungen oder beim Outdoor Sport. Daher kann es ziemlich lästig sein wenn Ihr Handy-Akku leer ist und es keine Stromquelle in der Nähe gibt. Aber fürchte dich nicht. Solar Ladegeräte helfen dir dein Smartphone bei Stromausfall, im Urlaub oder bei Wanderungen am Laufen zu halten.

Da es Solar-Ladegeräte mit verschiedenen Funktionen in unterschiedlichsten Preisklassen gibt, ist es schwer das beste Solarladegerät zu finden. Daher ist es wichtig dich mit deinen Bedürfnissen und Erwartungen an ein Handyladegerät zu beschäftigen, bevor du einen Kauf tätigst. Dein Handy ist auf Reisen oft deine wichtigste Verbindung zur Außenwelt und kann in einigen Fällen sogar dein einziger Rettungsanker sein. Stelle daher sicher, dass du stets Backup-Power für den Notfall hast.

Hier findest du die Eigenschaften erklärt um Solar-Ladegeräte zu vergleichen:

Funktionalität

Es ist eines der wichtigsten Punkte ist, grob zu verstehen, wie ein mobiles Solarladegerät funktioniert.

Variante A: Das Solarladegerät lädt den Akku bei Sonnenschein direkt auf. Dafür muss das Solargerät direkt mit deinem Handy verbunden sein.

Variante B: Das Solarladegerät verfügt über einen eigenen Akku und lädt diesen bei Sonneneinstrahlung direkt auf. Sobald dieser Zwischenspeicher geladen ist, kannst du jederzeit darüber dein Handy aufladen.

Beide Varianten besitzen Vor- und Nachteile. Ein USB Ladegerät mit Zusatzuakku ist z.B. schwer, kann aber bereits zuhause voll geladen werden. Ein reines Solarladegerät muss tagsüber direkt das Handy laden und muss daher ständig über das Ladekabel verbunden sein.

Design

Die Ästhetik spielt meist eine Rolle bei der Kaufentscheidung. Zusätzlich ist es wichtig, dass das Gesamtkonzept der mobilen Ladeeinheit bzgl. Abmessungen, und Gewicht zu deinen Bedürfnissen passt. Denken auch an die Haltbarkeit der Materialien des Ladegeräts.

Kompatibilität

Ein Solar-Handy-Ladegerät wird nutzlos, wenn es nicht mit deinem Telefon kompatibel ist. Die Modelle sind allgemein aufgrund der gemeinsamen Mini-USB für jedes moderne Smartphone oder Handy zu gebrauchen. Das Ladegerät bekommt Bonus-Punkte, wenn es andere tragbare Geräte wie Tablets, Kameras und sogar Laptops aufzuladen vermag.

Vielseitigkeit

Die meisten Solarladegeräte funktionieren nur bei direkten Sonnenbestrahlung. Einige Solar-Ladegerät mit größerer Solarfläche sind in der Lage, ausreichend Sonnenlicht sogar an einem bewölkten Tag zu sammeln. Wenn das Ladegerät mit einer externen Batterie kommt, können Sie es an einem sonnigen Tag aufladen und daran dein Telefon nachts oder wenn es bewölkt ist laden.

 

 

Anleitung Solaranlage Wohnmobil

Wie baue ich eine Solaranlage ins Wohnmobil ein?

Anleitung Solaranlage Wohnmobil

Es sind verschiedene Schritte für den Einbau der Solaranlage notwendig. Hier findest du eine Anleitung für den Einbau deiner Solaranlage. Es ist nicht so schwierig und Schritt für Schritt durchzuführen. Die “Einbauanleitung Solaranlage Wohnmobil” gibt hierzu eine Hilfestellung.

A. Solarmodul

  • Wähle die beste Position und befestige das Solarmodul* mit dem Montagespoiler* auf dem Dach
  • Installiere die Dachdurchführung mit dem Solarkabel*
  • Verbinde das Solarmodul mit dem Solarkabel

B. Installiere die Solarbatterie*, Laderegler und Spannungswandler

  • Wähle den Standort für die Bordbatterie
  • Befestige den Laderegler und den Spannungswandler an passender Stelle
  • Bereite die Kabel zwischen der Batterie und dem Laderegler vor
  • Bereite die Kabel zwischen der Batterie und dem Spannungswandler vor

C. Inbetriebnahme

  • Verbinde die Batterie mit dem Laderegler
  • Verbinde die Batterie mit dem Spannungswandler
  • Verbinde das Solarmodul mit dem Laderegler
  • Verbinde die Verbraucher mit dem Tiefentladeschutz des Ladereglers*

Also zuerst klebst du das Solarmodul auf das Dach, verlegst die Kabel und schaltest schließlich alle Kabel auf deinen Laderegler.

Solarmodul zur Montage vorbereiten

Zuerst schaue dir dein Wohnmobildach an und finde die ideale Position für das/die Solarpanels. Achte auf den optimalen Kabelweg (innen und außen), Dachdurchführung*, Dachrundung, mögliche Verschattung und den späteren Luftwiderstand des Solarmoduls* bei der Fahrt. Beziehe in die Abmessung der Solarmodulmontagefläche deine Solarmodulbefestigung mit ein, denn Dachspoiler und Montageecken benötigen zusätzlichen Platz auf dem Dach.

Lege dein Solarmodul provisorisch auf dein Montagesystem* und markiere und bohre ggf. die notwendigen Bohrlöcher. Nun verschraube das Solarmodul mit deinem Montagesystem. Achte auf die beiden Anschlusskabel deines Solarmoduls. Wenn du kein Anschlusskabel hast, öffne die Anschlussbox des Solarmoduls und verschraube dort an den Plus- und Minus-Klemmen (meistens die äußeren) deine beiden Solarkabel* und markiere die Polarität der Kabel. Messe ggf. zwischen den beiden Kabeln nun die Gleichspannung (lege dazu das Solarpanel in die Sonne) und vergleiche diese mit der Leerlaufspannung deines Solarmodul-Datenblatts. Wenn beide Spannungen gleich sind, ist alles bereit für den nächsten Schritt.

Solarmodul kleben

Lege das Solarmodul mit dem montiertem Montagesystem auf das Wohnwagendach. Markiere und Umrande die Position mit einem Klebeband. Achte auf einen kleinen Abstand zwischen dem Montagesystem* und deinem Klebeband. Nach dem Kleben kannst du das Klebeband vom Dach abziehen und es bleibt eine saubere Klebefuge übrig.

Du musst das Solarkabel vom Dach in den Innenraum des Wohnwagens führen. Bohre vorsichtig das Loch für deine Dachdurchführung* an der richtigen Stelle. Bohre am besten von Innen, da du später im Innenraum die Kabel versteckt verlegen musst und so die optimale Stelle dafür besser triffst. Lege auf das Bohrloch die Dachdurchführung und markiere den Rand wie oben beschrieben wieder mit Klebeband.

Bereite nun die Klebeflächen vor, indem du diese leicht mit einem Schleifpapier anschleifst, säubert und mit einem speziellen Reiniger behandelt (liegt dem Sikaflex 252 Set* bei). Die Haftflächen müssen sauber, trocken, staub- und fettfrei sein. Achte auf die Verarbeitungstemperatur des Klebers, die meistens zwischen 10-35°C liegt. Vor dem Verkleben des Solarmoduls trage den Primer auf die Klebefläche dünn auf. Sobald dieser abgetrocknet ist, trage den Kleber mit einer Kartuschenpresse auf die Montageprofile auf und drücke das Solarmodul fest auf das Wohnwagendach. Einmal aufgesetzt, nehme das Solarmodul nicht wieder ab, da ansonsten Luftblasen in der Kleberaupe entstehen können. Diese Arbeit empfiehlt sich zu zweit zu bewerkstelligen. Alternativ kannst du die Montageprofile* vom Solarmodul abmontieren und diese einzeln verkleben.

Bevor du die Dachdurchführung klebst, solltest du deine Solarkabel bereits in den Wohnwagen geführt haben. Achte darauf dass du die Kabel durch den Dichtgummi und die Dachdurchführung fädelst. So sparst du dir später Fummelarbeit beim Kabelführen. Falls dein Solarmodul über ein kurzes Anschlusskabel mit Solarstecker verfügt, musst du eine Verlängerung* mit passendem Solarstecker anbringen und das Kabel bis in den Wohnwagen führen. Klebstoff der an den Rändern deiner Profile hervorquillt, kannst du für eine schönere Optik mit etwas Lauge glattstreichen. Sobald deine Bauteile auf dem Wohnwagendach verklebt sind musst du auf das Aushärten des Klebers warten und kannst dann die Klebestreifen abziehen. So erhälst du eine schöne Klebekante.

Verkabeln der Solarinselanlage im Wohnwagen

Sobald der Kleber getrocknet ist, ziehe das vom Dach hängende Solarkabel vorsichtig durch und führe es bis zum Montageplatz des Ladereglers. Lasse noch 50 cm Solarkabel stehen und länge es dann ab. Nun musst du das Kabel abisolieren. Messe dein Solarmodul mit einem Spannungsmesser* und markiere deinen Plus- und Minus-Leiter jeweils mit Klebeband und isoliere vorläufig die beiden Kabelende gegen Kurzschluss.

Besitzt dein Laderegler einen internen Temperaturfühler, so ist es sinnvoll ihn im gleichen Temperaturraum, wie die Batterie* zu installieren. Trotzdem solltest du später einen einfachen Blick auf die Ladeanzeige des Ladereglers haben. Schraube nun den Laderegler* an die vorgesehene Stelle. Falls dein Laderegler einen externen Temperaturfühler besitzt, legen diesen zu deiner Batterie. Schließe das Solarmodulkabel noch nicht am Laderegler an, da dieser meist zuerst die Batteriespannung für die automatische Spannungslevel-Detektion benötigt.

Schließe also nun dein Batteriekabel* mit der Sicherung an deinem Laderegler und deiner Batterie an. Achte dabei auf die richtige Verpolung um keinen Kurzschluss zu verursachen. Sobald dein Laderegler an der Batterie* hängt, kannst du deine 12V Verbraucher am Lastausgang und deinen Solargenerator am Solareingang anschließen. Deine 12V Verbraucher sollest du zusätzlich Absichern, eventuell in einer kleinen Unterverteilung, falls noch nicht im Wohnwagen eingebaut. Achte auch hier immer auf die richtige Verpolung und ziehe den Kabelenden ggf. Aderendhülsen* auf. Markiere deine Kabel jeweils mit Plus- und Minuspol für eine gute Übersichtlichkeit.

Messe nun die Spannungen der Batterie und deines Solarmoduls bei ein- und ausgeschalteter Last, tags- und nachtsüber und prüfe die Funktion deines Systems.

Nun hast du durch diese Anleitung ein besseres Bild über die Montageschritte und Komponenten der Solaranlage auf deinem Wohnmobil. Falls du keine Erfahrung mit der Elektrik hast, hole dir einen Freund dazu der dir helfen kann oder fahre zu einem Wohnwagenspezialist.

 

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Wartung Batterie

Pflege deine Batterie um eine lange Lebensdauer zu erreichen. Folgende Hinweise zur Wartung deiner Solarbatterien solltest du beachten:

  • Halte die Oberfläche und Kontakte der Batterie sauber, denn eine Schmutzschicht kann durchaus zu Kriechströmen führen. fette die Pole
  • Beim Ausbau der Batterie immer erst das Minus- und dann das Pluskabel lösen, nur so werden effektiv Kurzschlüsse vermieden. (Hintergrund: Fahrzeugmasse ist mit dem Minuspol verbunden. Kommt man mit dem Pluskabel z.B. an die Karosserie, gibt es einen Kurzschluss)
  • Prüfe den Säurestand bei offenen Batterien und fülle regelmäßig destilliertes Wasser nach.
  • Sollte deine Batterie schnell den Säurestand verlieren, prüfe die Ladespannungen deines Ladegerätes
  • Vermeide die Verwendung von sogenannten Aufbesserungsmitteln in deiner Batterie

Wenn du dein Wohnmobil mit Solaranlage über den Winter unterstellst, sorge für eine zweimalige Ausgleichsladung über ein Batterieladegerät. Die Batterie sollte nicht länger wie max. 3 Monate ohne Ladung stehen. Bevor du das Wohnmobil winterfest parkst, lade auf jeden Fall die Batterien vor Außerbetriebsetzung voll.

Wie erkenne ich ob eine Batterie leer oder voll ist?

Der Ladezustand einer Batterie kann mit einem Säureprüfer oder einer Spannungsmessung bestimmt werden.

Für die Spannungsmessung ist die Solarbatterie vorher lastfrei zu schalten. Nach einer Wartezeit von einigen Minuten nach Lastfreischaltung erholt sich die Batteriespannung etwas und es kann gemessen werden. Die Spannung alleine gibt allerdings nicht ausreichend Information über den Zustand einer Batterie.

Liegt die Batteriespannung unter 11,8V so ist die Batterie voraussichtlich nicht mehr zu gebrauchen. Wahrscheinlich läßt sich diese Batterie sehr schnell wieder auf 13,8V laden und verliert unter Last genauso schnell wieder die Spannung. Ein typischer Indikator für eine kaputte Solarbatterie ist es also wenn die Spannung unter Last schnell zusammenbricht.

Betriebshinweise für Solarbatterien

  • Schließe niemals neue und alte Batterien in einem System zusammen. Ein Batteriesystem sollte immer vollständig erneuert werden. Aufgrund der unterschiedlichen Innenwiederstände in unterschiedlich gealterten Batterien entstehen Querströme und ziehen die neuwertige Batterien auf das Niveau der alten Batterien herunter.
  • Beim Entfernen der Batterie in einem Wohnmobil oder Auto bitte immer zuerst den Minuspol der Batterie abmontieren. Damit vermeidest du einen möglichen Kurzschluss beim Abmontieren des Pluspols über den Schraubenschlüssel auf die Fahrzeugmasse, da der Minuspol mit der Fahrzeugmasse, also dem Gestell und Motor, verbunden ist.
  • Solarbatterien können bei kalten Temperaturen einfrieren. Leere Solarbatterien frieren schneller ein als volle Batterien. Es ist ratsam, die Solarbatterien im frostfreien Raum aufzustellen und nach außen zu belüften.
  • Halte die Batteriepole sauber und fette sie mit Vaseline. Reinige auch die Batterieoberfläche, da durch den Dreck kleine Kriechströme fließen welche die Selbstentladung erhöhen.